Tourismus

Pattburg wird lebendiges Eingangstor des Heerwegs – Millionenprojekt für gesamte Route

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So soll der Eingang zum Heerweg in Pattburg aussehen (Visualisierung).

Die Kommune Apenrade will den kleinen Ort an der deutsch-dänischen Grenze als Startpunkt des Heerwegs stärken – unterstützt durch ein umfassendes nationales Programm zur Modernisierung der traditionsreichen Route quer durch Jütland.

Pattburg wird in den kommenden Jahren zum Schaufenster des dänischen Heerwegs: Mit 5,4 Millionen Kronen von der Nordea-Stiftung will die Kommune Apenrade (Aabenraa) den Ort als offiziellen Startpunkt der historischen Wander- und Radroute „Hærvejen“ ausbauen – inklusive neuem Besucherzentrum, verbesserten Routen und einem aufgewerteten Zoll- und Grenzmuseum.

Parallel dazu startet ein landesweites Großprojekt: Die Nordea-Stiftung stellt weitere 42 Millionen Kronen für eine umfassende Erneuerung der gesamten über 1.000 Kilometer langen Route zur Verfügung. Diese Mittel sollen unter anderem eine einheitliche Beschilderung, neue Rastplätze sowie moderne Informationsangebote entlang der Strecke ermöglichen.

Pattburg als lebendiger Auftakt

Die Wanderroute ist 638 Kilometer lang, die Radroute misst 454 Kilometer. Auf der Homepage des Heerweg-Sekretariats ist die Karte in digitaler Form zu finden: https://www.haervej.dk/de/kort

Im Projekt „Hærvejen Syd – wo Routen und Grenzen sich treffen“ sieht Apenrades Bürgermeister Jan Riber Jakobsen (Konservative) eine große Chance: „Pattburg wird zur lebendigen Pforte nach Dänemark. Geschichte, Natur und Menschen begegnen sich hier.“

Kern des Projekts ist der neue Erlebnisbereich „Grænselandets Have“, ein Start- und Sammelpunkt für Wandernde und Radelnde. Zudem soll das bestehende Zoll- und Grenzmuseum (Told- og Grænsemuseum) zum Vermittlungszentrum für die Geschichte der Grenzregion ausgebaut werden. Die Kommune steuert selbst rund 5,6 Millionen Kronen bei – das Gesamtbudget liegt damit bei 11,1 Millionen Kronen.

Ein historischer Kraftakt auf ganzer Linie

Der Ausbau in Pattburg ist Teil eines historischen Liftings, den der Heerweg insgesamt erfährt. Mit der Rekordsumme von 42,2 Millionen Kronen werden in allen 15 beteiligten Kommunen neue Wegweiser, einheitliche Infotafeln und 45 zentrale Start- und Endpunkte installiert.

„Der Heerweg wird durchgehend sichtbar, verständlich und attraktiv – für Menschen auf Tagesausflug ebenso wie für internationale Pilgerinnen und Pilger“, sagt Julie Fabian vom Heerweg-Sekretariat. Das Ziel: Wegfindung verbessern und gleichzeitig die Geschichten entlang der Route zugänglich machen.

Ein Weg, der verbindet

Die bisherige Beschilderung (Foto) hat ausgedient und soll modernisiert werden.

Der Heerweg reicht von Hirtshals und Frederikshavn im Norden bis nach Pattburg an der deutsch-dänischen Grenze. Die Wanderroute ist 638 Kilometer lang, die Radroute misst 454 Kilometer. Die Route ist Teil des europäischen Pilgerwegenetzes und verbindet Landschaft, Geschichte und Kultur.

„Dank der Förderung können wir die gemeinsame Kulturgeschichte der Region neu erzählen“, sagt Signe Bekker Dhiman (Sozialdemokratie), Kultur- und Freizeitausschussvorsitzende in Apenrade. Auch wirtschaftlich erwartet die Kommune positive Effekte – für Tourismus, Gastronomie und Einzelhandel entlang der Route.

Eine Route für die Zukunft

So sollen die neuen Schilder aussehen.

Der umfassende Ausbau – lokal wie überregional – läuft bis 2027 und basiert auf jahrelanger Planung und enger Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Destinationen und Förderinnen und Förderern.

„Wer sich künftig auf den Heerweg begibt, kann sich auf klare Wege, spannende Geschichten und einladende Orte freuen“, sagt Per Bach Laursen, Vorsitzender von „Udvikling Hærvejen“. Oder wie er ergänzend formuliert: „Sich zu verlaufen – das wird künftig nur noch mit Absicht möglich sein.“