Lokalpolitik

Gravensteiner Ortskern: Im Sommer geht die Umgestaltung los

Ab und zu diente der Marktplatz in Gravenstein als Sammelpunkt für Public-Viewing-Veranstaltungen.

Die Kommune Sonderburg stellt Gravenstein mit einem Erneuerungsprogramm zentral um und investiert dafür mehrere Millionen Kronen. Der Marktplatz soll teilweise für den Autoverkehr gesperrt werden und neue Aufenthaltsbereiche und gestalterische Akzente rund um den Gravensteiner Apfel sollen entstehen.

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Zusammenfassung

  • Die Kommune Sonderburg startet ein Stadterneuerungsprogramm, um die Gravensteiner Stadtmitte als lebendigen Treffpunkt zu stärken.
  • Kernpunkte sind eine teilweise Sperrung des Marktplatzes für Autos, neue Aufenthaltsbereiche, Begrünung und eine Aufwertung des Brunnens mit dem „Gravenstein-Mädchen“.
  • Insgesamt 3,2 Millionen Kronen fließen in das Projekt, das  schrittweise von 2026 bis 2031 umgesetzt werden soll.

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Mit einem neuen Plan will die Kommune Sonderburg (Sønderborg) die Gravensteiner Stadtmitte als lebendiges Zentrum stärken. Die Verwaltung entwickelte das Programm gemeinsam mit einer Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, ländliche Bezirke und Infrastruktur der Kommune hat es nun politisch gutgeheißen. Sie geht damit den nächsten Schritt in der Entwicklung der Stadt und rückt vor allem den zentralen Marktplatz in den Fokus.

Das Programm enthält mehrere Maßnahmen: eine teilweise Sperrung des Platzes für den motorisierten Verkehr in einer Versuchsphase, Blumenbeete zur Verschönerung und es soll den Brunnen mit dem „Gravenstein-Mädchen“ so anpassen, dass der Platz stärker zum Aufenthalt einlädt. Die Geschäftsinhaberinnen und Geschäftsinhaber auf dem Torvet wirken in dem Prozess rund um die geplante teilweise Sperrung mit.

Das Ziel besteht darin, dass die Stadtmitte einen natürlichen Treffpunkt für sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch für Besucherinnen und Besucher bildet.

Kirsten Bachmann

„Gravenstein ist eine schöne Stadt mit viel Seele. Mit den neuen Maßnahmen schaffen wir einen noch besseren Stadtraum, der noch mehr zum Aufenthalt einlädt. Das Ziel besteht darin, dass die Stadtmitte einen natürlichen Treffpunkt für sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch für Besucherinnen und Besucher bildet“, sagt Kirsten Bachmann (Schleswigsche Partei), Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, ländliche Bezirke und Infrastruktur.

Der Marktplatz von Gravenstein, links im Bild ist die Straße, über die die Autos durch die Innenstadt fahren.

Die Kommune begann den Prozess im Herbst 2025 mit einem Workshop, an dem 55 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen. Aus diesem Treffen entstand eine Arbeitsgruppe, die im Laufe des Winters die Maßnahmen im Programm auswählte und fachlich begleitete. 

Neben der Entwicklung des Marktplatzes als zentralen Stadtraum verfolgt das Programm das Ziel, den Gravensteiner Apfel als Symbol in den Stadtraum zu integrieren, zum Beispiel in Belägen und Ausstattung. Die Kommune erarbeitet außerdem eine Designleitlinie für die Stadtmitte, die die Kulturgeschichte von Gravenstein hervorhebt.

Projektkosten von 3,2 Millionen Kronen

„Diese Maßnahmen sollen den Markt als Stadtraum stärken und mehr Leben schaffen. Mit der Genehmigung des Stadterneuerungsprogramms erhalten wir ein solides Fundament, um die Stadtmitte von Gravenstein (Gråsten) noch lebendiger, attraktiver und einladender zu machen“, sagt Tobias Brus Mikkelsen (DF), stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, ländliche Bezirke und Infrastruktur.

Diese Skizze aus den Projektunterlagen zeigt Ideen für die Stadtverschönerung.

In das Projekt fließen insgesamt 3,2 Millionen Kronen. Davon stammen 1,28 Millionen Kronen aus den Stadtstrategiemitteln der Kommune. Hinzu kommt eine staatliche Rückerstattung in Höhe von 60 Prozent. Die Maßnahmen basieren auf der Stadtstrategie für Gravenstein, Rinkenis (Rinkenæs) und Ekensund (Egernsund) sowie auf dem Masterplan für Gravenstein, den der Stadtrat im vergangenen Jahr beschloss.

Die Kommune plant die Umsetzung der Maßnahmen von Sommer 2026 bis 2031.