Blaulicht

Womöglich eine Bande: Erneut falsche Bankmitarbeitende am Werk

Veröffentlicht Geändert
Die Polizei ermittelt wegen betrügerischer Machenschaften falscher Bankangestellter.

Im gesamten Polizeikreis häufigen sich Zwischenfälle mit angeblichen Mitarbeitenden von Geldinstituten, die sich EC-Karten, Bargeld und gar Schmuck aushändigen lassen. Die Polizei schließt einen Zusammenhang der Taten nicht aus, warnt und bittet um Hinweise.

Schon wieder ist es in der Kommune Apenrade und auch in Sonderburg (Sønderborg) zu Betrugsfällen mit falschen Bankvertretern gekommen. Jüngstes Opfer in der Kommune Apenrade ist eine ältere Dame aus Baurup (Bovrup).

Sie wurde am Donnerstagmittag zunächst telefonisch von einem angeblichen Mitarbeitenden der Sydbank kontaktiert. „Ihr wurde mitgeteilt, dass ihr Konto angegriffen wird und man die Bankkarte aus Sicherheitsgründen einziehen müsse. Die Dame händigte die Karte daraufhin aus“, berichtet Chris Thorning Vesterdal vom zuständigen Polizeibezirksrevier aus Sonderburg.

Am Mittwoch hatte es in Klipleff (Kliplev) einen identischen Zwischenfall gegeben und jüngst auch mehrere in der Nachbarkommune Sonderburg. Dort wurde mit der ausgehändigten Karte Geld abgehoben und einer Bürgerin sogar Schmuck abgeluchst.

Vermutlich mehrere Täter

Die Täterbeschreibungen sind vage. In Sonderburg soll einer nur um die 20 Jahre alt gewesen sein. Laut Vesterdal sei davon auszugehen, dass es sich um verschiedene Täter handelt. Aufgrund der Duplizität der Betrugsfälle könnte eine Bande dahinterstecken. Diese Theorie werde in die Ermittlungen einbezogen, so der Polizeisprecher.

In Esbjerg ist just Untersuchungshaft gegen einen 57-Jährigen angeordnet worden. Er wird bezichtigt, in neun Fällen, darunter dreimal im Polizeikreis Süddänemark und Nordschleswig, als falscher Bankmitarbeiter in Erscheinung getreten zu sein und dabei Bargeld in Höhe von 100.000 Kronen sowie Schmuck erbeuten zu haben.

Skeptisch sein und die Polizei benachrichtigen

„Wir können nur dazu auffordern, bei Kontaktaufnahme von angeblichen Bankmitarbeitenden skeptisch zu sein und nichts auszuhändigen oder preiszugeben. Wenn man kontaktiert und der Besuch eines Bankmitarbeitenden ankündigt wird, sollte man unverzüglich die Polizei verständigen“, so der Appell von Thorning Vesterdal.