Kulturerbe

Wo einst gelernt wurde: Alte Schule wird zu Luxus-Wohnungen

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So soll die einstige Herzog-Hans-Schule laut Konzeptskizze einmal aussehen.

Die traditionsreiche Herzog-Hans-Schule in Hadersleben bekommt neues Leben: Ein Bauprojekt wird das historische Gebäude in eine Wohn-Oase verwandeln. Die Kommune und der Investor haben soeben den Kaufvertrag unterschrieben. Gut 1,5 Millionen kostet die alte Schule.

Die ehemalige Herzog-Hans-Schule in Hadersleben hat einen neuen Besitzer: Das Unternehmen „CJ A/S“ aus Fredericia plant, die denkmalgeschützten Gebäude an der Peripherie der Altstadt in herrschaftliche Wohnungen umzuwandeln.

„Die alte Schule wird wieder ein Ort für alle werden“, kündigt Lars Martens Clausen, Vorstandsvorsitzender von „CJ A/S“, an.

Das ist der Plan der Investoren

Der Bauherr möchte das historische Schulgebäude aus dem Jahr 1906 in ein modernes Wohngebiet mit bis 52 Wohneinheiten verwandeln und dabei Gemeinschaft, Vielfalt und Nachhaltigkeit in den Fokus rücken. Unterschiedliche Wohnformen sollen Menschen verschiedener Altersgruppen und Einkommensklassen ansprechen und eine gemischte Bewohnerstruktur fördern.

„CJ A/S“ plant, die alte Turnhalle und Aula als Gemeinschaftsräume zu nutzen, während ein grüner Innenhof Begegnungen und Erholung dienen wird. Gleichzeitig möchte das Unternehmen den historischen Charakter der Schule bewahren: Architektonische Details wie Mosaike und Holzelemente bleiben erhalten und werden restauriert.

Nachhaltigkeit spielt bei dem Projekt eine zentrale Rolle. Der Bauherr setzt auf die Wiederverwendung bestehender Baumaterialien und verzichtet auf Neubauten, um die Umweltbelastung gering zu halten. Barrierefreie Zugänge und verkehrsfreie Zonen sind ebenfalls Teil des Konzepts.

Baustart 2027

Lars Martens Clausen, Vorstandsvorsitzender von „CJ A/S“ (links), Hans Jørgen Ebbesen, Direktor von CJ A/S und Bürgermeister Mads Skau (Venstre, rechts im Bild) bei der Vertragsunterzeichnung zum Wochenstart. Die Kaufsumme liegt bei gut 1,5 Millionen Kronen.

Der Baustart ist für Sommer 2027 vorgesehen, nachdem die notwendigen Genehmigungen eingeholt sind und die Kommunalverwaltung einen Bebauungsplan für das Gebiet erarbeitet hat.

Bis dahin bleibt zumindest ein Teil des Gebäudes nicht ungenutzt: Ab dem Schuljahr 2025/26 wird die STU (Særligt Tilrettelagt Ungdomsuddannelse) dort untergebracht sein. Die Jugendbildungseinrichtung wird die Räumlichkeiten vorerst nutzen – mit der Option auf Verlängerung.