Auszeichnung

Wirtschaftspreis: Mit umweltfreundlicher Bodentechnologie an die Spitze

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Jacob Gubi ist der Erfinder der Spezialmaschine und Direktor des siegreichen Unternehmens (Archivfoto).

Die Bedstedter Firma GST wurde zum Betrieb des Jahres gewählt und ließ die Mitkonkurrenten Hartmann und Hydro hinter sich. Mehr Firmen als im Vorjahr beweisen soziale Mitverantwortung.

Man muss als erfolgreiches Unternehmen nicht weltweit agieren, uralt sein oder Hunderte von Mitarbeitenden beschäftigen, um zum Unternehmen des Jahres in der Kommune Tondern gewählt zu werden.

Das hat die von Jacob Gubi, Richard Bevan und Ben Malefijt gegründete Landmaschinenfirma GST Denmark in Bedstedt (Bedsted) bewiesen, die im Finale um den Wirtschaftspreis 2024 ihre beiden großen Mitstreiter Brdr. Hartmann und Hydro Extrusion Denmark, beide Tondern, hinter sich ließ.

Der Erfolg der drei Unternehmer wurde bei der kürzlich in der Schweizerhalle durchgeführten Preisgala von 240 anwesenden Mitgliedern des Tonderner Wirtschaftsrats honoriert. Die meisten votierten bei der Abstimmung für das Bedstedter Unternehmen, das, obwohl im ländlichen Raum angesiedelt, einen internationalen Namen trägt. GST sind die Initialen für Global Soil Technology (Globale Bodentechnologie).

Zum Gruppenfoto versammelt: Alle Preisträgerinnen und Preisträger des Abends

Mit einer von Jacob Gubi erfundenen Maschine zur umweltfreundlichen Unkrautbekämpfung punktet die Firma nicht nur in Dänemark, sondern exportiert ihre Spezialanfertigung in viele Länder Europas, nach Amerika, Asien und Afrika. Sie macht eine effektive und umweltschonende Unkrautbekämpfung sowohl in der konventionellen als auch in der ökologischen Landwirtschaft möglich, heißt es.

Der Erfolg lässt sich auch an den Bilanzen ablesen. Der GST-Überschuss kletterte 2022 auf 2,4 Millionen Kronen, um dann im vergangenen Jahr 7,9 Millionen Kronen zu erreichen.

Umwelt und Nachhaltigkeit

Als Kriterien für die Preisanwärter werden beeindruckendes Wachstum mit Fokus auf Umwelt und Nachhaltigkeit genannt. Das Unternehmen muss ein Beispiel dafür sein, wie Wachstum mit Verantwortung und Qualität vereint werden kann.

Alle Firmen können für den Wirtschaftspreis nominiert werden. Der Vorstand des Wirtschaftsrats wählt die drei Finalisten aus. Die Entscheidung fällt erst bei der Preisgala durch Abstimmung.

An diesem Abend wurde nicht nur der Wirtschaftspreis verliehen. Es gab Anerkennunungen in drei weiteren Kategorien.

Landwirt, Deichgraf und Naturfreund: Morten Sextus Rasmussen wird mit dem Initiativpreis 2024 ausgezeichnet.
  • Gewinner der Kleinunternehmen (SMALLBusiness): Løgumkloster Teltudlejning (Engagement und Initiative)
  • Initiativpreis: Landwirt Morten Sextus Rasmussen, Röm (außerordentliche Initiative). Er schuf an der Nordspitze von Röm ein neues Naturparadies durch die Schaffung des größten Süßwassersees der Insel zum Wohle der Natur, der Menschen und der Tiere.
  • Soziale Preise: Møllers Rengøringsservice (Schwerpunkt Inklusion) und Toftlund Maskinfabrik (Schwerpunkt: Beschäftigung junger Leute).
  • 54 Betriebe in der Kommune erhielten für ihr soziales Engagement das CSR-Zertifikat. Im vergangenen Jahr waren es 33 Firmen.