Wirtschaft

Wer einen Silberschatz verkaufen will, ist bei Pia an der richtigen Adresse

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Dieses gelbe Riesenfahrrad verkauft Pia Dyhring Lassen für einen Schmied aus Nordschleswig, der das Gefährt für die Tour de France gebaut hatte.

Die Besitzerin des Auktionshauses bei Lügumgaard erzählt, dass das Edelmetall heute hoch im Kurs liegt. Verkäuferinnen und Verkäufer sowie ihr Betrieb profitieren von hohen Preisen. Die aufgetauchten Werke des Hoyeraner Künstlers PEM fanden sehr guten Absatz.

2016 eröffneten Pia Dyhring Lassen und ihr Mann Hugo ein Auktionshaus im früheren Ziegelwerk nahe Lügumgaard. Dort finden keine physischen Versteigerungen statt, die abgegebenen Sachen von der Porzellantasse der verstorbenen Großtante bis zu landwirtschaftlichen Maschinen werden online versteigert.

So war es nicht immer. Seitdem der frühere staatlich anerkannte Auktionator, Anwalt Erik Dreyer, in den Ruhestand getreten ist, finden die Versteigerungen ausschließlich online statt.

„Dennoch bemühen wir uns wieder, physische Versteigerungen durchführen zu können. Das ist aber ein sehr langwieriger Prozess“, bedauert Pia Lassen, die seit einem Arbeitsunfall ihres Mannes alleinige Besitzerin des Auktionshauses ist. Wer sich die Sachen aus nächster Nähe vor Abgabe eines Angebots anschauen will, kann dies dienstags von 8.30 bis 17.30 Uhr und freitags von 8.30 bis 16 Uhr tun.

Diese Orchidee benötigt überhaupt kein Wasser.

Wie kommt man dazu, ein Auktionshaus zu eröffnen?

„Ich habe früher viel mit Marketing zu tun gehabt. Das nächste Auktionshaus liegt in Hadersleben, wo nur wenige physische Versteigerungen durchgeführt wurden. Wir waren überzeugt, dass es ein solches Haus in der Kommune Tondern geben sollte“, berichtet Pia Dyhring Lassen.

Durch die Online-Versteigerungen habe ihr Unternehmen wiederum auch Kundschaft aus ganz Skandinavien und dem norddeutschen Raum, die sich von zu Hause aus nicht nur die angebotenen Waren anschauen können, sondern auch ihre Angebote abgeben. Ihr Haus würde aber auch Auktionen beispielsweise in Varde, Jordkirch (Hjordkær), Brørup und Bramming übernehmen.

Ein kleiner Ausschnitt der zum Verkauf angebotenen Sachen

Silber ist eine Goldgrube

Während das Auktionshaus fast keinen Absatz für Bekleidungsgegenstände findet, sind Silbersachen mit hohem Reinheitsgebot ein Kassenschlager. Es würden gute Preise erzielt, von denen die Anbieterinnen und Anbieter sowie das Auktionshaus profitieren.

„Das Silber wird primär zum Umschmelzen gekauft. Es muss aber das reine Silber mit hohem Reinheitsgrad sein, das mit den drei Türmchen gepunzt ist. Für Silber mit niedriger Legierung gibt es keinen Markt“, erzählt Pia Dyhring Lassen.

Eine unverhofft eingelieferte Ware, die in mehreren Containern angeliefert wurde, war für sie das größte Erlebnis in ihrer Zeit als Auktionshausbesitzerin.

Pia Dyhring Lassen. Vor ihr steht eine Steinskulptur von Peter Evald Madsen. Man soll sich keine Hoffnung machen: Auch dieses Kunstwerk ist schon verkauft worden.

In den Abfallcontainern kamen mehr als 100 Gemälde, Steinskulpturen des Hoyeraner Künstlers Peter Evald Madsen (PEM) zum Vorschein.

„Das ist das verrückteste Erlebnis für uns gewesen. Die Kunstwerke fanden reißenden Absatz, auch in ganz Skandinavien und Norddeutschland. Es wurden sehr gute Preise erzielt“, erzählt Pia. Übrig sind noch die Reste, die teilweise auch beschädigt sind. Doch auch für diese hat Pia D. Lassen schon einen Abnehmer gefunden.

Auch für diese teilweise beschädigten Gemälde von Peter Evald Madsen gab es Interessenten.