Blaulicht

Welpenhandel für 555.000 Kronen: Haderslebener vor Gericht

Veröffentlicht
Der Hundehandel boomt. Zumeist kommen die illegal gezüchteten Tiere aus Osteuropa. Beliebte Rassen sind Malteser und Französische Bulldogge. Der Golden Retriever (Foto) ist in Dänemark als Familienhund geschätzt. Diese Rasse ist im illegalen Welpenhandel kaum gefragt (Symbolfoto).

Ein Mann aus Hadersleben und sein Komplize aus Kolding sollen Hundekäuferinnen und Hundekäufer mit falschen Angaben getäuscht haben. Demnächst stehen sie wegen des Verkaufs von 76 Französischen Bulldoggen-Welpen vor Gericht.

Zwei Männer aus den Kommunen Hadersleben und Kolding sollen laut Anklage mehr als eine halbe Million Kronen durch den Verkauf von 76 Welpen der Rasse Französische Bulldogge verdient haben.

Wie die Polizei berichtet, wurden die Tiere zwischen 2021 und 2022 aus Polen nach Dänemark gebracht und als in Dänemark gezüchtet ausgegeben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Duo vor, die Kundschaft über die Herkunft der Hunde bewusst getäuscht zu haben.

Verstöße gegen das Tierschutzgesetz

Die Anklage beschränkt sich nicht nur auf Betrug, sondern umfasst auch Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Nach Angaben der Polizei waren die Welpen weder mit einem Mikrochip versehen noch gegen Tollwut geimpft. Zudem fehlten die vorgeschriebenen Gesundheitszertifikate, die für den Verkauf von Hundewelpen erforderlich sind.

Über eine halbe Million Kronen durch Welpenverkauf

Bei den Angeklagten handelt es sich um einen 56-jährigen Mann aus Hadersleben und einen 38-jährigen Mann aus Kolding. Die Staatsanwaltschaft fordert, den Erlös von 555.000 Kronen einzuziehen.
Wann die Verhandlung vor Gericht verhandelt wird, ist bislang nicht bekannt.

Ähnlicher Fall auf Seeland

Bereits im Februar hatte die Polizei laut „Ritzau“ über einen ähnlichen Fall auf Seeland berichtet. Dort akzeptierte eine Frau eine Geldstrafe von 250.000 Kronen für illegale Praktiken beim Verkauf von Hundewelpen.