Natur und Umwelt

Wasser frei für die Faunapassage bei Jündewatt

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Das erste Wasser fließt durch die Süderau, die seit April angelegt wurde.

Ein neuer Lebensraum für Schnäpel, Lachs und Co ist jetzt zum Leben erwacht. Wo seit April die Baumaschinen ganze Arbeit leisteten, fließt jetzt frisches Wasser in der Süderau. Damit beginnt ein neuer Abschnitt für das Gebiet rund um die Mühle.

Langsam arbeitet sich das Wasser durch das trockene Flussbett der Süderau (Sønderå). Zusehends steigt der Wasserspiegel an.

Weil die Mühle bei Groß-Jündewatt ein unüberwindbares Hindernis für laichende Fische – darunter die bedrohten Schnäpel – darstellte, sollte den Tieren geholfen werden, und gleichzeitig sollten neue Feuchtgebiete entstehen. Dieser Wunsch stand schon lange auf der Liste des Apenrader Stadtrates.

Im April begannen die Arbeiten für das Projekt. Tonnen Erdmassen sind seither bewegt worden, um einen 1.300 Meter langen neuen Flussabschnitt zu schaffen – und mit ihm neues Leben.

Mehr Laichmöglichkeiten für die Fische

Gespannt schauen die Menschen zu, wie der Wasserpegel langsam steigt.
Der Grund der „neuen“ Süderau ist schon von Wasser bedeckt.

Jetzt hat ein Bagger den Sperrdamm, der das Wasser an der Mühle zurückgehalten hatte, aufgebrochen und dem Wasser freien Lauf gewährt.

Schnäpel und Lachse können jetzt bis zu 100 Kilometer ins Landesinnere schwimmen und im Fluss ablaichen. An den mäandernden Flussufern sollen sich in naher Zukunft Wasserpflanzen und mit ihnen darin lebende Tierarten niederlassen.

Freude auch für die Menschen

Sogar ein neuer See – und somit neuer Lebensraum – ist während der Arbeiten angelegt worden.

Doch nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt dürfte sich über das neue Naturgebiet freuen, denn das Areal ist gleichzeitig als Naherholungsgebiet für Einheimische und Gäste geplant, die sich dort bei einem Spaziergang entspannen können.

Renaturierungsprojekt Süderau (Sønderå)

Wiederherstellung der Durchgängigkeit für wandernde Fischarten – etwa den stark gefährdeten Schnäpel

Finanzierung:

Nutzen:

Die Baumstämme sind bewusst im Uferbereich fixiert worden. Dort sollen sich bald neue Pflanzen ansiedeln.