Wetterprognose

Warnung vor Hochwasser und Überschwemmungen an der Westküste

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Im Hafen in Havneby kommt es immer wieder zu Überschwemmungen (Archivfoto).

Mit zunehmender Windstärke droht in der Nacht auf Dienstag Überschwemmungsgefahr in Sommerhausgebieten und in Häfen. Wenn Prognosen Stich halten, sind Ferienhausgebiete auf Röm am stärksten bedroht. Die Röm-Sylt-Fähre sagt für den 7. Januar Morgenfahrten ab.

Mit zunehmender Windstärke aus westlicher Richtung bis hin zu Orkanböen droht das erwartete Hochwasser in der Nacht zu Dienstag, 7. Januar, unter anderem Sommerhausgebiete und Häfen an der Westküste zu überfluten.

Dies teilt die Polizei für Südjütland und Nordschleswig in einer Presseerklärung am Montag mit.

Das Tief Floriane wird in Dänemark an Stärke zunehmen, bis es in nordöstlicher Richtung entlang der südlichen Küste Norwegens bis Schweden weiterzieht. Bis dahin wird in ganz Dänemark stürmisches Wetter mit Niederschlag erwartet, an der Westküste aber am stärksten.

Entwicklung unter Beobachtung

„Die Polizei und die anderen Behörden beobachten die Entwicklung und nehmen die Situation ernst“, erklärt Polizeiinspektor Gert Bisgaard.

Am Montag trafen sich die lokalen Bereitschaftsdienste für die betroffenen Kommunen, der Region Süddänemark, der Bereitschaftsbehörde, des Militärs und der Polizei und planten mögliche Einsätze. Bürgerinnen und Bürger sowie Wirtschaftsunternehmen in Hafengebieten und anderen bedrohten Gebieten werden dazu aufgefordert, sich auf mögliche Überschwemmungen vorzubereiten, wenn die Prognosen des Dänischen Meteorologischen Instituts (DMI) in Bezug auf die zu erwartende Sturmstärke und die hohen Wasserstände Stich halten. Am stärksten wären dann die Häfen von Fanø und Esbjerg sowie Sommerhausgebiete auf Fanø, Röm, Hvidbjerg und hinter dem Sommerdeich von Ballum gefährdet.

Daher wird dazu aufgefordert, vor Einbruch der Nacht seinen Besitz zu sichern und sich selbst zu schützen. Es kann sowohl darum gehen, Fahrzeuge von den gefährdeten Hafengebieten zu entfernen, Ferienhäuser, Wohnungen und Unternehmen zu sichern, als auch dafür zu sorgen, Tiere aus den gefährdeten Gebieten zu entfernen.

Für das Wattenmeer wird ein höherer Wasserstand im Zeitraum von 2 Uhr nachts bis Dienstag, 13 Uhr, erwartet. Dieser soll gegen 12 Uhr seinen Höchstwert mit zwischen 2,5 Meter bis 3,5 Meter über Normalnull erreichen.

Daher werden die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgefordert, auf die Internetseiten ihrer Kommune und deren soziale Medien zu achten. Dort wird es Informationen darüber geben, welche Gebiete besonders gefährdet sind.

Auf der Homepage von DMI ist eine interaktive Landkarte zu sehen. Für die mit Orange eingefärbten Regionen werden erhöhte Wasserstände erwartet.

Die Röm-Sylt-Fähre fuhr am Montag noch planmäßig. Für den 7. Januar werden die morgendlichen Abfahrten ab Havneby (bis 8.30) und ab List/Sylt (9.30 Uhr) jedoch ohne Angabe von Gründen abgesagt.