Kultur und Freizeit

Touristischer Hotspot vor der Haustür: Museum in Pattburg erhofft sich Synergie

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Das einstige Heimat- und Landwirtschaftsmuseum in Pattburg hat mit der Übernahme sämtlicher Disponate des dänischen Zoll- und Steuermuseums einen neuen Schwerpunkt erhalten. Das Archivfoto stammt von der Eröffnung des neuen Ausstellungsbereichs.

Am Zoll- und Grenzmuseum ist ein Willkommens- und Infocenter für Touren entlang des historischen Heerwegs sowie des grenznahen Gendarmenwegs geplant. Das Vorhaben – auch Hotspot genannt – hat just die Zusage für eine beträchtliche Fördersumme erhalten. Die Verantwortlichen des Museums versprechen sich vom Projekt im eigenen Garten einiges.

„Natürlich haben wir den geplanten Hotspot im Blick und setzen große Hoffnungen darin, dass das Museum von dem Projekt profitieren wird. Konkrete Maßnahmen und Änderungen sind aber noch nicht beschlossen. Das gilt es in nächster Zeit zu erörtern“, sagt Charlotte Stoltenberg, Leiterin der Bibliotheken in der Kommune Apenrade (Aabenraa) sowie der Kulturhäuser, zu denen auch das Zoll- und Grenzmuseum am Bovvej in Pattburg gehört.

Wie der Museumsverantwortliche Mads Mikkel Tørsleff ist Stoltenberg gespannt, welche Wirkung das am Museum geplante gartenähnliche Vermittlungscenter haben wird, das den historischen Heerweg wie auch den Gendarmenpfad als Hotspot in den Mittelpunkt rücken soll.

Übereinstimmungen

„Es eröffnet sicherlich Möglichkeiten, denn das Museum in Pattburg passt thematisch ja haargenau zum grenzüberschreitenden Heerweg und natürlich auch zum Gendarmenweg“, so Charlotte Stoltenberg.

Man habe aber noch keine Stellung dazu bezogen, ob eine erweiterte Öffnungszeit angepeilt und die Kaffeestube neu ausgerichtet werden soll. Offen sei auch noch, ob und gegebenenfalls welche Aktivitäten und Sonderausstellungen in Verbindung mit dem Heerweg-Hotspot entstehen könnten.

Das von der Kommune initiierte Touristikprojekt hat jüngst einen Zuschuss der Stiftung „Nordea-Fonden“ in Höhe von 5,4 Millionen Kronen zugesagt bekommen.

„Es freut uns natürlich sehr, dass Nordea-Fonden das Gebiet hier in Pattburg unterstützen möchte“, so die Reaktion von Historiker und Museumsleiter Mads Mikkel Tørsleff.

Neuausrichtung am Bovvej

Mads Mikkel Tørsleff hat für die Neuausrichtung des Museums in Pattburg viele Gegenstände aus dem Archiv herausgekramt, die mit der Grenz- und Zollgeschichte zu tun haben (Archivfoto).

Im Museum sei man generell damit beschäftigt, die Ausstellungsbereiche zu erneuern. Wenn buchstäblich im eigenen Garten ein Treff- und Ausgangspunkt für den Heerweg und den Gendarmenpfad entsteht, könnten sich vielversprechende Synergien ergeben, sagt der Museumskenner.

Der Fokus werde aktuell noch mehr auf die Grenz- und Grenzlandgeschichte gelegt. „Das heißt auf Grenzhandel, Transport, Grenzbewachung und Schmugglerei. Diese Themen werden den einen Teil des Museums ausmachen. Der andere Teil konzentriert sich auf die ältere Grenzgeschichte“, erwähnt Tørsleff.

Für die Neuausrichtung müssen die vielen Geräte und Maschinen der Landwirtschaftsausstellung weichen.

„Die Geschichte der Landwirtschaft hier im Landesteil wird aber weiterhin eine Rolle im Museum spielen, sie wird allerdings auf eine andere Art erzählt“, betont Charlotte Stoltenberg.

Die Landwirtschaft vergangener Tage und auch die Geschichte des alten Hofs „Oldemorstoft“, der zum Museum am Bovvej umfunktioniert wurde und viele Jahre das Aushängeschild war, werden Thema bleiben, versichert Stoltenberg.