Masker i Marsken

Strickfestival in der Tonderner Marsch mit prominenter Beteiligung

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Pia Olsen Dyhr ist eine bekennende Strickerin.

Von politischem Gespräch über Frauenrollen bis hin zu Stand-up-Comedy und nachhaltigem Handarbeiten: Ende Oktober wird Tondern zum Treffpunkt für alle, die sich für Stricken, textile Kultur, kreative Gemeinschaft und gesellschaftliche Themen interessieren. Auch Prominenz aus dem dänischen Parlament ist mit dabei.

Politik, Strickkunst und Stand-up-Comedy unter einem Dach? Vom 24. bis 26. Oktober wird genau das in Tondern Realität – beim diesjährigen Strickfestival „Masker i Marsken“. Über 30 Programmpunkte und zahlreiche Workshops, Talks und Events erwarten die Besucherinnen und Besucher rund um das Thema Handarbeit. Und dabei bleibt es nicht nur beim Stricken: Die Veranstalterinnen setzen bewusst auf gesellschaftliche Themen, kreative Ausdrucksformen und überraschende Formate.

Eines der Highlights: Pia Olsen Dyhr, Vorsitzende der dänischen Volkssozialisten (SF) und Mitglied des Folketings, kommt am Freitag, 24. Oktober, nach Hoyer (Højer). In der Stricksalon-Veranstaltung in der Mehrzweckhalle der Designnachschule, „Væveriet“ spricht sie über Politik, das Leben als Frau in der Öffentlichkeit – und über das Stricken als persönlichen Rückzugsort. Moderiert wird die Gesprächsrunde von Mikkel Pedersen, früher Lehrer am Gymnasium Tondern, heute stellvertretender Leiter der Brøns-Rejsby Efterskole.

„Pia hat oft darüber gesprochen, wie sehr das Stricken ihr hilft, im politischen Alltag einen Ruhepol zu finden“, erklärt Festivalleiterin Marianne Rosalie Kalb. „Wir wollen mit dem Festival zeigen, dass Handarbeit kulturell relevant ist – und eben auch Platz für echte, ehrliche Gespräche bietet.“

Lachen, Garn und gelebte Nachhaltigkeit

Mallu Olivia Cortney Damgaard

Neben politischen Gesprächen darf natürlich auch das Lachen nicht fehlen: Die dänische Stand-up-Künstlerin Mallu Olivia Cortney Damgaard, bekannt von der Kopenhagener Comedy-Szene und Auftritten im Bremen Teater, moderiert das ganze Wochenende lang die Festivalbühne „Knitters' Space“. Ihre Mischung aus Humor, Spiritualität und einem Augenzwinkern auf das moderne Strickuniversum soll die Besucherinnen und Besucher zum Schmunzeln – und Nachdenken – bringen.

Doch „Masker i Marsken“ will auch zum bewussten Umgang mit Ressourcen anregen: Am Sonnabend, 25. Oktober, dreht sich unter anderem alles um nachhaltiges Garn und den Umgang mit Wollresten. Ein weiteres Highlight erwartet das Publikum am Sonntag, 26. Oktober: Eine frisch ausgebildete Weberin aus dem Festivalteam zeigt traditionelle, selbst gewebte Trachten und gibt Einblicke in die Geschichte des Handwerks.

Tickets ab 15. August

Eintrittskarten sind ab dem 15. August erhältlich: Tagestickets kosten 150 Kronen (freitags und sonntags) bzw. 160 Kronen (sonnabends). Wer das ganze Wochenende erleben möchte, kann für 270 Kronen ein Festival-Ticket erwerben, das für alle drei Tage gilt. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Studierende bis 25 Jahre mit gültigem Ausweis erhalten freien Eintritt – müssen sich aber ein kostenloses Ticket über die Festivalwebseite sichern.