Natur und Umwelt

Storchennachwuchs in Haustedt fällt dem Wetter zum Opfer

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Die Freude war groß in der Storchenfangemeinde, als sich im Nest bei Haustedt ein Storchenpaar niederließ und Eier ausbrütete. Mittlerweile hat sich Bedauern breit gemacht (Archivfoto).

Der späte Bruttermin ist den Jungstörchen vor den Toren Rapstedts offensichtlich zum Verhängnis geworden. Gegen das nasskalte Wetter der vergangenen Tage waren die drei Störche nicht ausreichend gewappnet.

Die drei Jungstörche haben das nasskalte Wetter nicht überlebt. Das macht nicht zuletzt die Familie Nielsen/Pedersen am Stormsgårdevej in Haustedt traurig, befindet sich das Nest doch direkt vor ihrer Haustür.

Um den Storchennachwuchs hatte sich die Familie – und allen voran die 12-jährige Ingeborg regelmäßig gekümmert und ihm Futter zukommen lassen.

In der Storchenszene hat die Meldung die Runde gemacht, dass die drei Jungen die widrigen Witterungsverhältnisse mit Starkregen nicht überlebt haben.

Das Dilemma: Die Jungstörche waren inzwischen zu groß, um unter den Eltern Schutz zu finden. Auf der anderen Seite war das Federkleid noch nicht ausgereift, um gegen Regen ausreichend zu schützen. Das führte schließlich zu einer Unterkühlung, so die Meldung.

Vergebliches Abschirmen

„Die Eltern hatten alles getan, um die Jungen zu schützen. Sie breiteten ständig ihre Flügel über den Nachwuchs aus, um ihn vor dem Regen abzuschirmen. Das hat aber offenbar nicht gereicht", erwähnt Charlotte Pedersen, die Mutter von Ingeborg.

Ihre Tochter habe das Schicksal der Störche gefasst aufgenommen. „So ist es nun einmal in der Natur. Das weiß Ingeborg", so die Mutter.

Als die Jungstörche nach den Regenfällen von unten nicht mehr zu sehen waren, habe man geahnt, dass da etwas nicht stimmt. „In Absprache mit dem Storchenverein haben wir mit einem Kran nach den Jungen geschaut, mit der Hoffnung, dass vielleicht ein Jungtier noch am Leben ist und gerettet werden kann. Das war aber leider nicht der Fall", berichtet Charlotte Pedersen.

Das traurige Ende der Storchenfamilie wolle man jetzt abhaken und hoffe, dass das Storchenpaar mit Männchen Simba oder auch ein anderes Paar im kommenden Jahr wiederkommt und erneut eine Familie gründen wird. „Das würde uns freuen, und wir werden dann die Daumen drücken, dass es ein besseres Ende nehmen wird", so Pedersen.