Ortspflege

Schandfleck in Lundtoft: Abriss hat begonnen

Veröffentlicht Geändert
Ein Teil der Ruine ist inzwischen schon abgerissen.

Viele Jahre stand direkt an der Hauptstraße und am Ortseingang eine Brandruine. Die Besitzer hatten offensichtlich kein Interesse, daran etwas zu verändern. Dann übernahm die Kommune das Objekt. Jetzt ist der Abriss im Gange.

Die Landstraße zwischen Seegaard (Søgård) und Krusau (Kruså) ist eine wichtige Verbindung. Viele Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer fahren dort tagtäglich entlang – entweder auf dem Weg zur Arbeit, zum Wohnort oder auf der Durchreise.

Lundtoft, ein kleiner idyllischer Ort, liegt am Rande der Straße. Seit fast zehn Jahren steht dort eine Ruine, ein Schandfleck, wie Lars Nielsen, der Vorsitzende des Bürgervereins, das Objekt nicht nur einmal nannte.

Bei Zwangsversteigerung erworben

So stand die Ruine lange an der Hauptstraße (Archivfoto).

Erst stand das zuletzt rot-gestrichene Haus leer. Ein Investmentunternehmen, Soka Invest mit Sitz in Vejle, kaufte die Ruine bei einer Zwangsversteigerung. Scheinbar hatte das Investmentunternehmen Pläne. Das Haus blieb jedoch, wie es war – bis es 2020 dort brannte.

Wieder geschah nichts. Die Besitzer ließen die Ruine einfach stehen.

Unzufriedene Dorfbewohnerinnen und- bewohner

Die Lundtofterinnen und Lundtofter waren unzufrieden. Die Ruine verschandelte nicht nur den Ort, sondern, so die Bedenken der Menschen dort, ließ auch die Hauspreise purzeln. Es sollte etwas geschehen, so die vielfache Aufforderung aus dem Dorf.

Doch auch nach mehrmaliger Aufforderung der Kommune an Soka Invest: Es tat sich nichts.

Kommune rechtlich die Hände gebunden

Abgesehen davon, die Besitzer aufzufordern, waren der Kommune rechtlich die Hände gebunden. Selbst die finanzielle Unterstützung für den Abriss lehnte das Investmentunternehmen ab.

Im vergangenen Jahr beschloss der Stadtrat dann, die Ruine zu kaufen. Das glückte Ende 2024. „Die Immobilie hat die Gegend lange verschandelt. Ich bin froh, dass wir mit dem Besitzer endlich zu einer Einigung gekommen sind und wir mit dem Abriss beginnen können“, sagte der Apenrader Bürgermeister Jan Riber Jakobsen (Kons.) damals.

80.000 Kronen hat die Kommune gezahlt, schreibt „JydskeVestkysten“. Hinzu kommen die Kosten für den Abriss.

Mit schweren Geräten wird das Grundstück geräumt.

Nachdem sich die zuständige Verwaltungsabteilung einen Überblick verschafft und Unternehmen beauftragt hatte, haben jüngst die Abrissarbeiten begonnen.