Klimaschutz

Riesenschiff war zum zweiten Mal zum Tanken in Apenrade

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Die Laura Maersk am Apenrader Tankhafen

Nach der Premiere im Mai war das 172 Meter lange Containerschiff jetzt erneut zu Besuch. Etwa 370 Tonnen Biomethanol sind wieder im Bauch gebunkert worden. Jetzt liegt die Laura Maersk im Aarhuser Hafen.

In Kassö (Kassø) befindet sich die Anlage, die jedes Jahr knapp 42.000 Tonnen Bio-Methanol herstellen soll. Einen Teil dieser Produktion wird in die Tanks der Laura Maersk fließen, einem Containerschiff der dänisch-stämmigen Reederei Mærsk.

Das Schiff ist das weltweit erste, das mit Methanol-Antrieb fährt. Im Mai war die Premiere: Da bunkerte die Laura Maersk etwa 500 Tonnen des mit Solarenergie hergestellten Treibstoffs, der das umweltverschmutzende und klimafeindliche Schweröl ersetzen soll, mit dem solche Schiffe sonst betrieben werden.

Ziel: Klimaneutral sein

Der Methanolverbrauch der „Laura Maersk“ liegt bei normaler Fahrt bei weniger als einer Tonne pro Stunde, bei voller Geschwindigkeit bei bis zu 2,5 Tonnen. Gestartet wird die Maschine mit Biodiesel, dann wird auf Methanol umgeschaltet. Im Jahr verbraucht das Schiff rund 3.600 Tonnen Methanol und 1.000 Tonnen Biodiesel.

Das Schiff wird für Fahrten in der Nord- und Ostsee eingesetzt.

Die „Laura Maersk“ ist Teil einer größeren Strategie der Reederei Maersk, die bis 2040 klimaneutral werden will. Aktuell unterhält Mærsk bereits 13 methanolbetriebene Schiffe, darunter zwölf große Übersee-Frachter. Die Raffinerie in Kassö liefert künftig regelmäßig Methanol an das Schiff, das etwa alle zwei Monate in Apenrade bunkern wird.