Blaulicht

Reh kollidiert mit Auto: Familie übersteht Unfall unverletzt

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Im Herbst besteht erhöhte Unfallgefahr durch Wildwechsel. Daher ist Vorsicht geboten (Modellfoto).

Schock zu nächtlicher Stunde: Ein Vater und sein Sohn sind nach einem Zusammenstoß mit einem Reh unweit von Hadersleben mit dem Schrecken davongekommen. Die dänische Tierschutzorganisation warnt vor erhöhter Gefahr, vor allem im Mai, und gibt guten Rat.

Kurz vor ein Uhr in der Nacht zum Montag hat ein 57-jähriger Vater mit seinem zwölfjährigen Sohn auf dem Marstrupvej bei Schauby (Skovby) eine unheilvolle Begegnung gehabt. Plötzlich waren mehrere Rehe auf die Fahrbahn gelaufen – zu spät, um auszuweichen. Der Vater hat eines der Tiere bei Tempo 80 erfasst, die Kontrolle über den Wagen verloren und ist im Straßengraben auf dem Dach gelandet. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.

„Vater und Sohn sind glimpflich davongekommen“, betont die Polizei gegenüber der dänischen Tageszeitung „JydskeVestkysten“.

Hunde suchten nach dem verletzten Wild

Nach der Kollision hat eine Hundestaffel das Gebiet nach dem verletzten Tier abgesucht. Ob die Schweißhunde das Reh aufgespürt haben, ist laut Polizeibericht nicht bekannt.

Wildunfälle nehmen im Frühjahr zu

Hier ereigneten sich im Mai 2024 die meisten Wildunfälle.

Die Tierschutzorganisation „Dyrenes Beskyttelse“ weist darauf hin, dass besonders im Mai viele junge Rehe unterwegs sind. Sie können die Gefahren der Straße noch nicht einschätzen. Allein im Mai des Vorjahres 2024 haben Verkehrsteilnehmende unter der Notrufnummer 1812 fast 1.200 Wildunfälle gemeldet. 40 Prozent der Kollisionen passieren zwischen 21 und 24 Uhr.

Was tun bei Wildunfällen?

Autofahrerinnen und Autofahrer sollten in der Nähe von Wäldern und Feldern langsamer fahren und aufpassen, vor allem in der Dämmerung. Läuft ein Tier auf die Straße, hilft es, kontrolliert zu bremsen und zu hupen. Ausweichmanöver sind gefährlich. Autofahrende sollten bei einem Wildunfall die Notrufnummer 1812 anrufen, wenn ein Tier verletzt wurde – auch dann, wenn das Tier weggelaufen ist. Ist das Tier tot, ist der Rettungsdienst Falck Ansprechpartner.