Wetter in Hadersleben

Regen in Raten, Sonne in Serie: So war der Sommer

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Seit den 60-er Jahren nimmt der Hobby-Meteorologe Kurt Koch aus Hadersleben das Wetter in der Domstadt unter die Lupe (Archivbild).

Von westlichen Winden begleitet und sonnig, präsentierte sich der August in Hadersleben. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 18,4 Grad – nahezu identisch zum langjährigen Wert von 18,3 Grad – glich der Vormonat einem typisch dänischen Sommermonat, wie Haderslebens „Wetterfrosch“ Kurt Koch feststellt. Doch nur auf den ersten Blick.

Die höchste Temperatur hat Kurt Koch am 13. und 14. August mit 27 Grad ermittelt, während die kühlsten Nächte sich gegen Ende des Monats mit nur 10 Grad zeigten.

Doch vor allem fiel dem Hobby-Meteorologen eines auf: die Trockenheit. „Nur 45 Millimeter Niederschlag fielen im August, üblicherweise sind es 105 Millimeter. Insgesamt war es ein sehr trockener Monat“, bilanziert Kurt Koch, der seit den 60er-Jahren das Wetter in Hadersleben auswertet.

Besonders heftig hat es nur an einem Tag geregnet: Am 3. August fielen 16 Millimeter Niederschlag, begleitet von Gewittern.

Auffällig viele Sonnentage

Auffällig, so Koch, seien insbesondere die vielen Sonnentage gewesen: Stolze 30 Mal ließ sich die Sonne blicken, allerdings gab es laut den Aufzeichnungen keinen einzigen wirklich wolkenlosen Tag.

Insgesamt zählte Koch 198 Sonnenstunden, was leicht unter dem Normalwert von 209 liegt.

Der Sommer als Ganzes war ebenfalls wärmer und trockener als der Durchschnittssommer in der Domstadt, mit einer mittleren Temperatur von 18,2 Grad Celsius und lediglich 239 Millimetern Niederschlag. Die Sonne zeigte sich mit 633 Stunden ein wenig seltener als üblich.

So berechnet Kurt Koch das Wetter in Hadersleben

Kurt Koch ist ein Hobby-Meteorologe aus Hadersleben, der seit 1969 das Wetter in der Domstadt misst. Im Unterschied zum dänischen Wetterdienst DMI, der die Durchschnittswerte auf der Grundlage von 30 Jahren errechnet, hat Kurt Koch in seinem ersten Messzeitraum die Daten für die Periode von 1969 bis 1999 erhoben und somit das DMI-Prinzip befolgt. Seine jüngsten Wetterstatistiken beziehen sich hingegen auf den Zeitraum von 1990 bis 2024 und basieren auf den daraus errechneten Durchschnittswerten.