Denkmalschutz

Nachhaltig renoviert: Die Orgelbauerei lädt zum Besuch ein

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Das Haupthaus aus dem Jahr 1723 an der Storegade: Die Orgelbauerei befindet sich seit knapp zwei Jahren im hinteren Gebäudeteil. Die Räume im vorderen Haupthaus werden vermietet.

Das historische Gebäude an der Apenrader Storegade ist über mehr als ein Jahr hinweg aufwendig renoviert worden. Bei einem Tag der offenen Tür können sich Interessierte über das Ergebnis des Sanierungsprojekts ein Bild machen.

„Ältere Gebäude gehören zum Kulturgut einer Stadt und sind für viele Menschen ein Zeichen von Sicherheit und Heimatgefühl in einer sich immer schneller verändernden Welt“, sagt Inge-Lise Kragh. Die Architektin setzt sich seit Studienzeiten für den Erhalt von Gebäuden ein.

Ein wichtiger Teil örtliche Verbundenheit

Einerseits sind solche Gebäude ein Stück Lokalgeschichte, sie sind aber darüber hinaus auch Teil einer immer größer werdenden Baumasse, die sich auf der Erdoberfläche auftürmt. Diese Masse ist inzwischen größer als die gesamte Biomasse weltweit.

Ressourcen schonen

Der historische Innenhof der Orgelbauerei, der sich hinter dem Haupthaus an der Storegade 24 versteckt.

Die endlichen Ressourcen werden dafür immer weiter ausgenutzt und sind inzwischen teilweise fast aufgebraucht. So könne es nicht weitergehen, sagt die gebürtige Süderwilstruperin und Absolventin des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig. Sie setzt sich deshalb dafür ein, Gebäude zu erhalten – und nicht immer mehr neu zu bauen. Überdies sollen diese Häuser möglichst nachhaltig renoviert werden, mit Rohstoffen, die nachwachsen, und mit Materialien, die sich wiederverwenden lassen.

Nachhaltig renoviert: Ein Apenrader Beispiel

In Apenrade steht ein Haus, das jüngst nach genau diesen Gesichtspunkten renoviert wurde: die Orgelbauerei „Marcussen & Søn“ in der Storegade. Nach knapp einem Jahr sind dort die umfassenden Arbeiten abgeschlossen, und das verantwortliche Bauunternehmen „Realdania By og Byg“ lädt zum Tag der offenen Tür ein. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 15. Dezember, von 12 bis 15.30 Uhr statt.