Kommunales

Nach Kahlschlag: Im Gülledunst werden neue Alleebäume gepflanzt

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Jørgen Nissen (l.) und Patrick Blaudzun pflanzen die erste Eiche.

Dalgas-Mitarbeiter beheben den Schaden, den Arkil vor etwa einem Jahr angerichtet hat. Anstelle von Vogelbeeren werden Wintereichen gepflanzt. Der Stationsvej ist bis auf Weiteres gesperrt.

Drei Mitarbeiter der Firma Dalgas (früher Hedeselskabet) machten sich am Dienstag daran, den Schaden zu beheben, der im Februar 2024 bei einem Kahlschlag der windschiefen und viel fotografierten Allee am Stationsvej bei Bönderby angerichtet wurde. Damals fällten Angestellte der Firma Arkil, die im Normalfall solche Arbeiten für die Kommune Tondern ausführt, nicht nur die kranken, schwedischen Vogelbeerbäume, sondern alle Bäume, was zu einem Aufschrei in der Bevölkerung führte. Ursprünglich hätten nur bis zu 9 angegriffene der 41 Bäume gefällt werden sollen.

Obwohl Arkil noch am selben Tag die Schuld auf sich nahm, entwickelten sich lange, zähe Verhandlungen, wie viel das Unternehmen beziehungsweise dessen Versicherung als Entschädigung an die Kommune zahlen sollte. Sie hatte ursprünglich 373.000 Kronen gefordert. Das Angebot der Versicherung lag zunächst bei 151.000 Kronen und später bei 250.000 Kronen. Die Kommune lehnte ab. Beide Seiten einigten sich nach fast einem Jahr auf 310.000 Kronen.

Die viel fotografierte, windschiefe Allee am Stationsvej bei Bönderby wurde komplett gefällt (Archivfoto).

Dass nun Dalgas für die Neupflanzung bestellt worden war, habe nichts mit dem verübten Kahlschlag zu tun, beteuerte der für kommunale Grünanlagen und Straßen zuständige Abteilungsleiter Christian Kjær-Andersen von der Kommune Tondern. „Wir haben so viele Aufgaben dieser Art, dass wir die Aufträge auch mal an andere Firmen als Arkil vergeben“, versicherte er.

Geplant war eigentlich, erneut Vogelbeeren zu pflanzen. Es kam aber anders. Ein Standort, an dem Vogelbeeren wachsen, eignet sich nicht für eine Neupflanzung dieser Art.

Bäume in Kühlräumen

Daher wurden etwa zehn Jahre alte Wintereichen gewählt. 40 Stück, die in den Kühlräumen der Rothenkruger Pflanzenschule Danplanex gestanden haben, werden in den nächsten Tagen von Preben Rasmussen, Jørgen Nissen und Patrick Blaudzun gepflanzt, während ihnen ein Gülleduft vom Feld entlang des Stationsvejs um die Nase weht.

Die jungen Bäume werden nur bis zum Wurzelhals in die mit Muttererde angereicherten Löcher gesetzt. Die Grassoden werden entfernt, sodass die Gewächse die volle Kraft aufnehmen können.

Der Westwind hatte der viel fotografierten Allee ihr windschiefes Aussehen verliehen. Bei der Neupflanzung werden die Eichen etwas mit Schräglage gen Osten gesetzt und mit unterirdischen Metallstreben befestigt. Im Laufe der Jahre soll der Wind von West für eine gewisse Schieflage sorgen.

Die jungen Eichen liegen bereit, um gepflanzt zu werden.

Ob die Pflanzung von 40 Bäumen bis zum 11. April dauern wird, so lange ist zumindest der Stationsvej gesperrt, bezweifeln die drei Männer. Die Schilder habe die Kommune aufgestellt. Mit dem 11. April wolle man vermutlich auf Nummer sicher gehen. Das bestätigte auch Christian Kjær-Andersen.

Der Stationsvej soll bis zum 11. April gesperrt sein, steht auf diesem Schild.