Veranstaltungshinweis

Mit Gold und Glimmer: Festtage in Tingleff

Veröffentlicht Geändert
Beim großen Dorffestumzug in Tingleff geben sich Teilnehmende oft sehr viel Mühe und sind sehr kreativ, wie dieses Archivfoto belegt.

Anfang August findet das diesjährige Dorf- und Ringreiterfest in Tingleff statt. Einer der Höhepunkte ist der karnevalsähnliche Umzug, an dem alle Interessierten teilnehmen können – ganz gleich, mit welchem Fortbewegungsmittel.

Auch im Jahr 2025 findet das Ringreiter- und Dorffest in Tingleff wieder an drei kompakten Tagen statt. Von Freitag, 1. August, bis zum darauffolgenden Sonntag laden die Organisatoren des Ringreitervereins zu einem bunten Miteinander ein.

Zum Auftakt am Freitag ist von 12 bis 17 Uhr ein „Kniv & Gaffel“-Fest im Festzelt am Flensborglandevej angesetzt. Treckerringreiten (ab 18 Uhr), ein Bierpong-Turnier (19 bis 21 Uhr) und eine Zeltfete bis 1 Uhr runden den ersten Tag des Dorffestes ab.

Kreativität und Mitmachfreude erwünscht

Am Sonnabend steht vor allem der Dorffestumzug im Mittelpunkt. Ob im Oldtimer, auf dem Gartentraktor, im elektrischen Rollstuhl, auf dem Traktor oder einem kreativ gestalteten Anhänger: Der schillernde Umzug entlang der Hauptstraße erfreut sich stets großer Beliebtheit, wird mitunter doch nicht nur mit Wasser gespritzt, sondern es werden auch Kamelle geworfen.

Die Organisatoren hoffen erneut auf rege und fantasievolle Teilnahme. „Alle können teilnehmen. Man braucht sich nicht anzumelden. Einfach zum Treffpunkt kommen“, lautet der Aufruf des Ringreiter- und Dorffestvorsitzenden Thomas Møller Jensen.

Treffpunkt für den Umzug ist ab 12 Uhr auf dem Centerplatz. Gegen 13 Uhr setzt sich der Tross in Richtung Festplatz in Bewegung.

Auf dem Festplatz geht das Treiben mit Autoringstechen und der abendlichen Gold- und Glimmer-Party weiter. Für die Musik sorgt die örtliche Band „6Feet“.

Glitzerndes Miteinander

„Wir bemühen uns jedes Jahr um ein bestimmtes Thema, um dem Fest eine besondere Note zu geben und zum Mitmachen zu animieren. In diesem Jahr ist Gold und Glimmer das Motto. Es ist den Teilnehmenden überlassen, ob sie sich und ihr Outfit darauf ausrichten oder nicht. Oft zeigen sich Gäste sehr kreativ und das sorgt gleich zu Beginn für eine ausgelassene Stimmung“, sagt der Vorsitzende des Ringreitervereins.

Bei aller Vorfreude könnte das Wetter bei den diesjährigen Festtagen in die Quere kommen. Laut Vorhersage ist im Laufe des Wochenendes gelegentlich mit Regen zu rechnen.

Die Teilnahme an der Sonnabendparty einschließlich Musik, Essen und fünf Getränkeeinheiten kostet 350 Kronen. Tickets können noch bis einschließlich 30. Juli in der Maschinenhandlung Hans Holm gekauft werden.

Thomas Møller Jensen erklärte sich vor Jahren bereit, den Vorsitz im Tingleffer Ringreiterverein zu übernehmen und an der Seite der Vorstandskolleginnen und -kollegen das traditionelle Ringreiter- und Dorffest am Leben zu halten (Archivfoto).

„Sollten Karten noch verfügbar sein, kann man sich auch nach der Frist darum bemühen“, so Jensen.

Der Sonntag steht traditionell ganz im Zeichen des Ringreitens. Die Reiterinnen und Reiter versammeln sich laut Plan um 11 Uhr an den sogenannten Galgen und nehmen im Anschluss ihren Wettkampf auf. Gegen 15 Uhr findet das Stechen um die Königswürde statt.

Von 15 bis 17 Uhr kommen noch einmal die jüngeren Gäste der Klassenstufen 0 bis sechs beim „Børne Tjubang“ auf ihre Kosten.

Ringreiten soll eine feste Größe bleiben

Dass auch in Tingleff mit weniger Ringreiterinnen und -reitern zu rechnen ist, als in den Jahren und Jahrzehnten zuvor, messen die Organisatoren keine große Bedeutung bei.

„Rückläufige Zahlen sind ja überall die Tendenz, ob man nun Apenrade, Sonderburg oder andere Veranstaltungen nimmt. Das soll für unser Ringreiten aber keine entscheidende Rolle spielen. Wenn nur 50 oder 40 Reiterinnen und Reiter an den Start gehen, dann ist das so. Das Ringreiten soll trotzdem stattfinden, schließlich hat es eine lange Tradition“, sagt Thomas Møller Jensen.

Er selbst hat mit Reiten und Ringstechen nicht so viel am Hut, möchte aber dazu beitragen, dass die besondere Freizeitbeschäftigung und Sportart präsent bleibt.