Umwelt

Mit Enten zur CO₂-Neutralität: Klimapreis für Seth und Uberg

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Der Vorstand des Lokalrats und die Stellvertreterin Christa Jørgensen (2. v. l. ) holten die Siegesprämien ab. Die Vorstandsmitglieder sind Flemming Frandsen, Anja Petersen, Christian Andresen und Elke Christensen (v. l.). Christa Jørgensen leitete das Projekt.

Die Grenzorte konnten sich in einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Aggerschau durchsetzen. Enten waren für den Sieg ausschlaggebend. Künftig wird ein Baum gepflanzt, wenn ein Kind fünf Jahre alt wird.

Die gemeinsamen Enten haben den beiden Orten Uberg (Ubjerg) und Seth (Sæd) den Titel als Klimaort der Kommune Tondern gesichert. Die beiden Grenzorte lieferten sich im Finale ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Aggerschau (Agerskov).

Die Kommune verlieh zum ersten Mal diese Auszeichnung. Der Preis wurde im Jahr 2023 ins Leben gerufen, als der Stadtrat einen Handlungsplan erarbeitete, wie die Kommune bis zum Jahr 2050 CO₂-neutral werden kann.

Dieser Plan umfasst Einsätze, bei denen die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger gefragt ist. „Denn die Kommune kann nicht viel bewerkstelligen, wenn ihre Einwohnerinnen und Einwohner, die Betriebe und die Vereine nicht mitwirken“, erklärt der Klimamitarbeiter der Kommune, Mikkel Blønd Vestergaard.

Lokalräte wurden als Ansprechpartner für den Wettbewerb „Hver By Tæller“ gesucht. Der Zusammenschluss aus Seth/Uberg ließ sich nicht zweimal bitten. Er hat schon viele Projekte gemeinsam gestemmt, unter anderem, als vor einigen Jahren sechs Windräder am Vindtvedkanal aufgestellt wurden.

Sieben Haushalte besitzen gemeinsam 15 Enten. Sie waren entscheidend für den Sieg.

Hecke für die Artenvielfalt

In Seth hat die Dorfbewohnerschaft gemeinsam eine 45 Meter lange Hecke aus abgeschnittenen Zweigen angelegt. Die Hecke zum Wohle der Artenvielfalt, unter anderem für Insekten und Igel. „Und wir mussten nicht jedes Mal zum Containerplatz fahren, um die Zweige loszuwerden“, erzählt Christa Jørgensen, die den Einsatz koordiniert.

Außerdem besitzen sieben Haushalte 15 Enten, 25 Bewohnerinnen und Bewohner kochten umweltfreundlich und schmausten das gesunde Essen gemeinsam.

Außerdem wurden Nistkästen für Mauersegler aufgestellt und der Grünstreifen des Grøngaardvejs mit wild wachsenden Blumen zum Wohle der Artenvielfalt bepflanzt. Am Grøngaardvej und auch am Bremsbølvej wurden 128 heimische Bäume gepflanzt. Dazu kamen ein gemeinsamer Gemüsegarten sowie umweltschonende Maßnahmen auf dem eigenen Grundstück, wie unter anderem Insektenhotels (Hotel Krybily) oder ein Insektenbüfett.

Aggerschau und Seth-Uberg hatten beide die vorgegeben Aufgaben gestemmt. Das Federvieh in Seth-Uberg war aber ausschlaggebend. „Nur die Seth-Uberger hatten diese Idee“, erklärt Blønd Vestergaard.

Blühend durch den Sommer

Spaß und gutes Erlebnis

Es habe Spaß gemacht, mitzumachen und es war ein gutes Erlebnis, wenn die Einwohnerschaft mitzieht, erklärt die Projektleiterin und Vorstandsmitglied des Lokalrats, Christa Jørgensen.

Mit dem mit 10.000 Kronen dotierten Preisgeld soll an Projekten weitergearbeitet werden.

Unter diesen zehn Einsätzen konnten die Dörfer wetteifern:

Die stolzen Vorstandsmitglieder. Als Gewinn gab es 10.000 Kronen und ein Holzschild mit der Aufschrift Årets Klimaby 2025, Sæd/Ubjerg. Tønder Kommune.
  • gemeinsame Hecke aus Zweigen
  • gemeinsame regenerative Gemüsegärten
  • Beete mit wildwachsenden Blumen
  • Baumpflanzung
  • Zubereitung eines klimafreundlichen Essens, das gemeinsam geschmaust wird
  • Fahren auf E-Bikes (Die Seth-Uberger radelten 14 Tage auf den E-Bikes der Kommune)
  • Nistkästen für Mauersegler
  • gemeinsame Enten und Gründung einer Entengilde
  • Insektenhotels
  • Wildcard

Bei der letzten Aufgabe (Wildcard) konnten die Teilnehmenden ihrer Fantasie freien Lauf lassen. In Seth-Uberg wählte man gemeinsame Gartengeräte und Werkzeug.

Kinder einbeziehen

Um auch Kinder in den Prozess einzubeziehen, will der Lokalrat jedes Mal, wenn ein Mädchen oder ein Junge aus den Dörfern seinen 5. Geburtstag feiert, mit dem Geburtstagskind einen Baum pflanzen, erklärt Christa Jørgensen die nächsten Aktionen.