Deutsche Minderheit

Mit dem Schlitten von Kopenhagen in den Deutschen Kindergarten Hadersleben

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Der Weihnachtsmann stattete den Kindern im deutschen Kindergarten Hadersleben einen Besuch ab. Das Eis war schnell gebrochen.

Von Kopenhagen nach Hadersleben in den dortigen deutschen Kindergarten – der Weihnachtsmann hat derzeit viel zu tun. Die vielen Kinder im Hort dankten dem Weihnachtsmann mit strahlenden Gesichtern, und der „Nordschleswiger“ nutzte die Gelegenheit für ein exklusives Interview zwischen Tür und Angel.

Auf die Kinder im deutschen Kindergarten Hadersleben wartete eine Aufgabe am Mittwochvormittag: Sie sollten den Weihnachtsmann lautstark rufen.

Gesagt, getan, und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Es rumpelte und klopfte, und dann stieg der Weihnachtsmann die Treppe vom 1. Stock herunter. Eine imposante Erscheinung, dieser Weihnachtsmann, mit solchen langen, silbernen Haaren und einem solch langen Vollbart.

Dem Weihnachtsmann zufolge ist sein ungewohnt langer Bart auf Zeitmangel zurückzuführen.

Für den hatte der Weihnachtsmann eine Entschuldigung: „Ich muss gerade so viel arbeiten, ich komme gar nicht dazu, den Bart zu schneiden“, sagte er – auch um die etwas skeptischeren Kinder an den ungewohnten Anblick zu gewöhnen.

Dieses Geschenk kommt offenbar an.

Das Eis war bei den meisten schnell gebrochen und so scharrte sich eine Schar von besonders mutigen Kindern schnell um den Weihnachtsmann und trugen ihm lautstark ihre Wünsche vor. Denn wer wusste schon, was da im Rucksack war?

Ein kleines Schmunzeln kann sich dieses Kindergartenkind nicht ganz verkneifen.

Skateboards waren es nicht, oder Boote, aber ein paar Leckereien waren für jeden dabei. Und nachdem die Kinder beschenkt waren, konnten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kindergartens auch noch über eine Gabe freuen.

Hier wird noch mehr geschmunzelt.

Dann musste der Weihnachtsmann auch zügig weiter, dem Nordschleswiger gelang es aber noch zwischen Tür und Angel, ein paar Worte mit ihm zu wechseln.

Die Kleinsten, die Däumlinge, erhielten als Erste ihre Geschenke.

Es hieß, Du seist etwas verspätet angekommen in Hadersleben. Woran lag´s?

„Ich war noch in Kopenhagen, privat, und bin dann schnell mit meinem Renntierschlitten hierhin geflogen.“

Ist es schwer, als Weihnachtsmann Beruf und Familie zu vereinbaren, gerade in dieser Zeit?

„Ja, unheimlich schwer. Aber ich habe ja viele Helferinnen und Helfer, die mich sehr unterstützen. Ohne Team ist man als Weihnachtsmann gar nichts. Ich bin meinen Nissen sehr dankbar. Und ich habe rechtzeitig angefangen, schon im Januar.“

Im Januar?

„So ist es, denn nach dem Fest ist vor dem Fest. Aber ich muss jetzt leider weiter. Der Schlitten ruft."