Energieversorgung

Militär lenkt ein – freie Fahrt für Tonderner Energieprojekte

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Ein F-35-Jäger beim Testflug über Skrydstrup

Die Flugkorridore der Kampfjets aus Skrydstrup gefährdeten acht Vorhaben. Für sechs gibt es grünes Licht, in zwei Fällen müssen Pläne geändert werden. Tonderns Bürgermeister ist mit der Lösung zufrieden.

Nach langen Verhandlungen mit dem Verteidigungsministerium kann die Kommune Tondern aufatmen. Die bisherigen Flugkorridore der Kampfjets vom Fliegerhorst Skrydstrup drohten im schlimmsten Fall das Aus für acht angestrebte Produktionsstätten für erneuerbare Energie zu bedeuten.

Im Zuge der Verhandlungen ist es der Kommune geglückt, zumindest freie Fahrt für sechs Projekte zu bekommen. Die Verteidigung justiert die Flugkorridore zwischen Skrydstrup und Röm (Rømø), wo militärische Übungen im nördlichen Teil der Insel stattfinden.

In den letzten zwei Projekten muss es Änderungen geben oder sie müssen ganz fallen gelassen werden. Dabei dreht es sich um die Projekte Energipark Gasse Hede (45 Hektar Solaranlagen und acht Windräder von einer Gesamthöhe von 150 Metern) und den Energipark südwestlich von Aaböll (Åbøl) mit 15 etwa 125 Meter hohen Windkraftanlagen. Auf 170 Hektar sollte Sonnenenergie gewonnen werden.

Windkraftanlagen sind höher geworden

Die Flugkorridore, die für das Training und die Sicherheit wichtig sind, blockieren die im nördlichen Teil der Kommune geplanten Energieprojekte, da die neuen Windkraftmodelle bis zu 180 Meter hoch sind und damit eine Gefahr für die Kampfjets im Tiefflug ausmachen.

Dieses Problem gab es nicht nur in der Kommune Tondern. Auch Hadersleben (Haderslev) und Esbjerg waren betroffen und saßen mit am Verhandlungstisch.

„Ich betrachte das Ergebnis als großen Sieg für die grüne Wende“, freut sich Tonderns Bürgermeister Jørgen Popp Petersen. „Es hat konstruktive Gespräche mit mehreren Ministerien gegeben, und wir sind zufrieden, dass wir zumindest mit sechs Projekten weiterarbeiten können. Es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Wir hatten natürlich auf grünes Licht für alle acht Projekte gehofft, erkennen aber auch die Bedeutung der operativen Trainingsflüge an. Die gefundene Lösung ist weit besser als der Ausgangspunkt mit nur einem realisierbaren Projekt“, freut sich Popp Petersen.

Die gefundene Lösung ist weit besser als der Ausgangspunkt mit nur einem realisierbaren Projekt.

Jørgen Popp Petersen

Somit kann der Planungsprozess für folgende Projekte beginnen:

  • Energipark Drengsted
  • Vindpark Visby-Borg
  • Energipark Vollum Enge
  • Vindpark Arrild
  • Energipark Haved
  • Toftlund Energipark (unter Berücksichtigung der Höhenlimits nahe dem Fliegerhorst)