Blaulicht

Mann nach Schmuckdiebstahl in Deutschland in Dänemark geschnappt

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Die Polizei stellte in Mögeltondern einen mutmaßlichen Schmuckdieb, der südlich der Grenze in ein Geschäft eingebrochen war.

Er brach in ein Schmuckgeschäft südlich der Grenze ein und wurde nach Hinweisen aus Deutschland wenig später in Mögeltondern gestellt: Auf einen 38-jährigen Dänen kommt ein gerichtliches Nachspiel zu – nicht nur wegen Uhrendiebstahls.

In der Nacht zu Donnerstag ist die dänische Grenzpolizeieinheit UKA Vest (Udlændingekontrolafdeling Vest) von den Kollegen der deutschen Polizei verständigt worden. „Wir bekamen den Hinweis, dass kurz zuvor auf deutscher Seite in ein Juweliergeschäft eingebrochen worden ist und der Täter mit einem Fahrzeug die Grenze in Richtung Norden passieren könnte. Das hat sich bestätigt. Am Grenzübergang Rutebüll (Rudbøl) machten wir ein verdächtiges Fahrzeug aus“, berichtet Heidi Hansen von der Grenzpolizeieinheit mit Sitz in Pattburg.

Kurze Verfolgungsfahrt

Da der Wagen Haltesignale missachtete, wurde die Verfolgung aufgenommen. „In Mögeltondern stoppte der Fahrer und versuchte, zu Fuß zu flüchten. Beamte konnten ihn einfangen“, so die UKA-Sprecherin.

Es stellte sich heraus, dass der 38-Jährige in Mögeltondern (Møgeltønder) wohnt und in dem deutschen Geschäft sechs Uhren im Wert von jeweils rund 1.000 Kronen erbeutet hatte.

Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung fand die Polizei unerlaubtes Pfefferspray. Der Mann wird sich noch wegen diverser weiterer Sachverhalte verantworten müssen. Er stand unter Alkohol- und Drogeneinfluss, hat keinen Führerschein, missachtete als Autofahrer die Anweisungen der Polizei und spuckte nach der Festnahme auf Beamte. „Hinzu kommt ein Verfahren auf deutscher Seite wegen des Einbruchs“, so Heidi Hansen.