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Künftig mit mehr Ehrlichkeit und mehr Jugend – Apenrader Verein wagt Neuanfang

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Der Sport und vor allem die Jugend soll beim Verein wieder mehr im Vordergrund stehen (Archivfoto).

Nach Kritik an den Finanzen zieht der Aabenraa Boldklub Konsequenzen: Mit neuem Vorstand, strengeren Kontrollen und einem klaren Fokus auf die Jugendarbeit will der Traditionsverein Vertrauen zurückgewinnen.

Der Aabenraa Boldklub (AaBK) stellt die Weichen für einen Neuanfang. Nachdem es wiederholt Kritik an der Abrechnung steuerfreier Fahrtkostenerstattungen gab, hat der Verein Konsequenzen gezogen. Der Vorsitzende ist unter dem Druck zurückgetreten. Das Vertrauen der Mitglieder müsse wieder aufgebaut werden, so der neue Vorstand.

Johannsen: Ehrlichkeit und Offenheit als Leitlinien

Der langjährige Vorsitzende Per Hartung hatte zuvor eingeräumt, dass in der Vergangenheit nicht immer genau geprüft wurde, ob alle abgerechneten Kilometer von Spielern und Betreuenden tatsächlich gefahren wurden. Die interne Revision hatte unter anderem diese Praxis bemängelt. „Rückblickend hätten wir manches anders machen können. Wichtig ist, dass wir daraus lernen und künftig klarere Regeln umsetzen“, sagte Hartung kurz vor seinem Rücktritt. 15 Jahre stand er an der Spitze des Vereins. Das berichtete „JydskeVestkysten“.

Sein neu gewählter Nachfolger, Kjeld Johannsen – in Apenrade unter dem Spitznamen „Høke“ bekannt – setzt auf eine offene Kommunikation: „Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz sind die Grundlagen unserer Arbeit. Niemand steht über dem Verein“, sagte er gegenüber dem „Nordschleswiger“. Johannsen, der seit seiner Kindheit Mitglied im Klub ist, will gemeinsam mit dem Vorstand eine Kultur schaffen, in der alle mitziehen: „Wir wollen eine positive Atmosphäre schaffen, in der der AaBK für viele etwas bedeutet.“

Kjeld Johannsen ist neuer AaBK-Vorsitzender (Archivfoto).

Neue Strukturen für die Finanzen

Damit solche oder ähnliche Fehler nicht erneut passieren, richtet der Klub die Finanzen neu aus. Künftig wird ein staatlich autorisiertes Revisionsbüro die Bücher prüfen, zusätzlich sollen Vorstand und Revisoren vierteljährlich zusammentreffen. „So schaffen wir Ordnung und Verlässlichkeit – und nehmen mögliche Sorgen von außen ernst“, so Johannsen, der bei der „Sydbank“ beschäftigt ist.

Jugend im Fokus

Neben der finanziellen Stabilität, so betont der neue Vorstand, sollen vor allem die sportliche Entwicklung und die Jugendarbeit im Vordergrund stehen. „Unser Augenmerk liegt auf der Jugendabteilung – sie ist die Zukunft des Vereins“, heißt es aus dem Vorstand.

Ein Verein für viele

Gemeinsam soll es weitergehen. Mit dem Rückhalt der Mitglieder blickt Johannsen optimistisch in die Zukunft. „Ich bin angetreten, um zu helfen. Jetzt geht es darum, gemeinsam nach vorne zu schauen – mit klaren Zielen, starker Jugendarbeit und einer Kultur, die den Verein als Ganzes stärkt.“

Neben Kjeld Johannsen und dem neuen Kassierer Heinrich Jensen bilden Ole Frank Nielsen, Thomas Hansen, Erik K. Petersen und Jesper Rohde den Vorstand.