Blaulicht

Kostbare Beute bei Firma gemacht: Ein Unglück kommt selten allein

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Die Grenzpolizei ist über den Diebstahl informiert worden (Archivfoto).

Beim Unternehmen Alunited in Tondern wurde ein Lastwagenanhänger gestohlen, der wertvolles Material für die Produktion enthielt. Die Fabrik hat Videomaterial sichergestellt. Die Grenzpolizei ist eingeschaltet.

Ein Unglück kommt selten allein. Davon kann die Firma Alunited am Kærgaardsvej in Tondern ein Lied singen. Nach massiven Entlassungen wegen des stagnierenden Exports nach Deutschland ist dort im Laufe des Wochenendes ein Lastwagenanhänger mit Rohmaterial gestohlen worden, das für die Produktion von Autobremsen benötigt wird.

Wie Polizeisprecher Christian Lehmann von der Polizei für Südjütland und Nordschleswig mitteilt, soll die Beute einen Wert von mehr als 100.000 Euro haben. Der Diebstahl sei im Zeitraum vom 14. Februar, 15.30 Uhr, bis Montag, 17. Februar, 10 Uhr, verübt worden.

Videomaterial wird gesichtet

Die Polizei müsse nun die von der Firma sichergestellte Aufzeichnung einer Überwachungskamera sichten. Diese enthält auch Bilder vom Tatzeitpunkt. Der Anhänger hat die Aufschrift Schmitz Cargobull.

Da vermutet wird, dass die Beute außer Landes gebracht werden könnte oder bereits ist, ist auch die Grenzpolizei informiert worden, erklärt Christian Lehmann weiter.

Firma kündigte 45 Beschäftigten

Die in der Firma produzierten Bremsen sind primär für die deutsche Automobilbranche bestimmt, unter anderem für BMW, Audi, Volkswagen und Porsche.

Wegen der im Nachbarland herrschenden Wirtschaftskrise musste das Unternehmen 45 Angestellte entlassen. Das macht etwa 30 Prozent der Arbeitsstärke aus, die jetzt bei 105 Beschäftigten liegt, schreibt „DR“.

„Wir hätten ohne die Entlassungen weiterarbeiten können, wären dann aber nach zwei Jahren bankrott. Daher mussten wir zu Kündigungen schreiten. Das war der richtige Schritt“, erklärt der Technische Direktor Udo Petschat.