Kommunales

Kommune will ehemaliges Pflegeheim in Lügumkloster verkaufen

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Die Gesellschaft AsylSyd hat vor einigen Jahren auch Wohnstätten für Geflüchtete außerhalb der Kommune Tondern betrieben (Archivfoto).

Die Ausländer- und Integrationsbehörde will das Gebäude zum Preis von 9,5 Millionen Kronen erwerben. Die Betreibergesellschaft AsylSyd schafft mehr Plätze. Geflüchtete aus der Ukraine ziehen in die frühere Schule in Norderlügum ein.

Die Ausländer- und Integrationsbehörde will am 1. Januar 2025 neue Besitzerin des ehemaligen Pflegeheims Aaløkke in Lügumkloster (Løgumkloster) werden. Nach der Schließung der Seniorenstätte dienen die Gebäude seit 2014 als Unterkunft für Asylbewerberinnen und Asylbewerber.

Auch nach dem Besitzwechsel soll die Stätte weiterhin als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden. Im Zuge der Übernahme möchte die staatliche Behörde auch einige größere Investitionen tätigen, sodass in der Unterkunft auch benötigte Plätze für pflegebedürftige Menschen geschaffen werden können.

„Dass Aaløkke verkauft wird, ist dem Neudenken der Ausländerbehörde geschuldet. Sie will heute lieber besitzen als mieten. Zudem soll umfassend renoviert werden. Das geht beim Verkauf nicht auf unsere Kosten“, sagt Bürgermeister Jørgen Popp Petersen (Schleswigsche Partei).

Verkauf im Stadtrat

Für den Verkauf des Heims stimmte ein geschlossener Finanzausschuss. Ein entsprechendes Ergebnis erwartet Popp Petersen bei der Stadtratssitzung am 19. Dezember, wenn der Verkauf besiegelt werden soll.

Die Betreibergesellschaft AsylSyd, die der Kommune Tondern untergeordnet ist, ist für den Betrieb der Flüchtlingsunterkünfte zuständig. Sie erweitert in dieser Woche die Anzahl der Plätze, erklärt Direktor Niels Bøgskov Frederiksen.

Mehr Jugendliche nach Tondern

So werden in die Wohnstätte für Minderjährige am Mittwoch, 18. Dezember, 15 neue Jugendliche, vornehmlich aus der Ukraine, einziehen. Dort wird der letzte Wohnblock in Gebrauch genommen, erklärt Niels B. Frederiksen.

In der ehemaligen Schule in Norderlügum (Nørre Løgum) wird eine neue Unterkunft eingerichtet. In diese ziehen am Donnerstag, 19. Dezember, zunächst 100 Menschen ein. Hauptsächlich auch Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind.

Fakten zu AsylSyd

Die Betreibergesellschaft AsylSyd, die der Kommune Tondern untergeordnet ist, ist für den Betrieb der Flüchtlingsunterkünfte zuständig. Zurzeit dreht es sich um drei Aufenthaltsstätten im früheren Aaløkke-Pflegeheim in Lügumkloster und in der früheren Schule in Scherrebek (Skærbæk) und in Hviding bei Ripen (Ribe) sowie eine Jugendeinrichtung in Tondern. AsylSyd hat die Betreuung von Menschen mit 48 Nationalitäten übernommen.

  • In Lügumkloster werden Familien und Einzelpersonen älter als 18 Jahre beherbergt. Dort gibt es 220 Betten mit 38 Reserveschlafplätzen. Die Wohnungen sind mit Platz für fünf bis zehn Personen eingerichtet und acht der Wohnungen für zwei Personen mit eigener Küche und Bad. Derzeit leben dort etwa 170 Menschen.
  • In der früheren Psychiatrie in Hviding leben seit November 2015 Familien und Einzelpersonen, die älter als 18 Jahre sind, die Asyl beantragt haben. Diese Wohnstätte ist mit 504 Plätzen (dort könnten 50 Plätze mehr eingerichtet werden) wesentlich größer als die in Lügumkloster.
  • In der früheren Schule in Scherrebek (Skærbæk) leben 150 Geflüchtete aus der Ukraine.
  • In der Wohnstätte für Geflüchtete in Tondern leben seit Dezember 2015 Minderjährige, die ohne einen Erwachsenen nach Dänemark gekommen sind. 40 Jugendliche können im früheren Studierendenwohnheim aufgenommen werden. Im Notfall können es 30 Personen mehr sein.