Wirtschaft

Kaufmannsladen in Holebüll schließt Ende Juni

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Der Trägerverein wird den Supermarkt in Holebüll aus finanziellen Gründen nicht weiterbetreiben und will die Trakte verkaufen. Ende Juni soll Schluss sein.

Der Trägerverein des Supermarkts „Letkøb“ sieht sich aus finanziellen Gründen gezwungen, den Betrieb einzustellen, hat die Hoffnung auf einen Neubeginn aber nicht aufgegeben.

Am 30. Juni soll Schluss sein mit dem Einkaufen im Laden „Holbøl Høker“ in Holebüll. Auch die angeschlossene Tankanlage wird geschlossen. Das hat der Trägerverein bekannt gegeben.

Viele Jahre mit schwierigen finanziellen Bedingungen und eine hinausgezögerte Instandhaltung der Immobilie haben demnach dazu beigetragen, dass man die Reißleine zieht, so die Mitteilung an die Bürgerinnen und Bürger.

Man werde den Betrieb peu à peu herunterfahren, hoffe aber, „dass mit einem neuen Kaufmann eine Übernahme des Geschäfts vereinbart werden kann“.

Ähnlich wie in anderen kleinen Dörfern, wie etwa Rapstedt (Ravsted), hatte sich die Ortsgemeinschaft in Holebüll um das Fortbestehen einer Einkaufsmöglichkeit bemüht und ein Betreibermodell mit Trägerverein gefunden. Nun setzt man auf eine Übergabe an eine eigenständige Nachfolge einschließlich Verkauf der Geschäftsimmobilie.

Übernahmegespräche laufen

„Wir sind im Gespräch mit einem Käufer, mit der Erwartung, dass er das Geschäft weiterführt“, teilt der Trägerverein mit. Man kenne das Konzept noch nicht im Detail, sei in den Verhandlungen aber schon so weit, dass man mit einem Verkauf rechnet und „dass man die Schulden abzahlen kann und davon ausgeht, dass der Laden weitergeführt wird“.

Spätestens am 15. Mai erhoffe man sich Klarheit.

Laut Filialleiter Bjarne Nissen sind er, eine weitere Angestellte und drei Aushilfskräfte im Laden beschäftigt. Zum Betrieb und dem bevorstehenden Ende äußerte sich Nissen gegenüber dem „Nordschleswiger“ nicht. Er verwies auf den Lokalmatador Christian Duus, den der Trägerverein zum Sprecher in der Angelegenheit gemacht hat.

Noch gelten die Ladenöffnungszeiten des Supermarktes in Holebüll. Ob es nach dem verkündeten Aus weitergeht, ist unklar.

Haben die Leute den Laden mit ihren Einkäufen nicht genug unterstützt, so die Frage an Duus.

„Doch, diesen Eindruck haben wir schon. Es spielen mehrere Faktoren hinein, warum es finanziell schwierig wurde. Kritisch wurde unter anderem der Sanierungsbedarf am Gebäude.“

Zuzug als Chance für eine Fortsetzung des Geschäfts

Man setzte darauf, dass Laden und Tankanlage übernommen werden und der Investor das Geschäft „mit einem neuen Konzept und anderen Schwerpunkten weiterführt und zum Laufen bringt“, so Duus.

Die Voraussetzungen seien da. „Wir sind eine der wenigen Ortschaften in der Kommune Apenrade, die einen Bevölkerungszuwachs verzeichnen. Es ziehen Familien hierher und ich bin mir sicher, dass sie einen Supermarkt im Ort zu schätzen wissen und ihn mit Einkäufen unterstützen werden“, gibt sich Christian Duus optimistisch.