Nachruf

Jes Christian Wilhelmsen in memoriam: Ein Leben voller Energie, Leidenschaft und Ausdauer

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Jes Christian Wilhelmsen (†) absolvierte im Jahr 2015 seinen ersten Ironman-Triathlon und erzählte damals im „Nordschleswiger“ über die Strapazen (Archivfoto).

Plötzlich und unerwartet verstarb Jes Christian Wilhelmsen am 19. Januar 2025 in seinem Zuhause in Apenrade. Im Alter von nur 71 Jahren hinterlässt er eine tiefe Lücke in der Familie, im Freundeskreis und in der Gemeinschaft, die er über Jahrzehnte geprägt hat.

Die Nachricht vom plötzlichen Tod Jes Christian Wilhelmsens hat sein Umfeld sicherlich fassungslos zurückgelassen. Er starb am 19. Januar in seinem Zuhause eines natürlichen Todes.

Geboren und aufgewachsen als Sohn von Line und Peter Wilhelmsen in Wollerup (Vollerup) vor den Toren Apenrades in der deutschen Minderheit, zeigte sich früh seine Vielseitigkeit und Zielstrebigkeit. Obwohl er als Landwirtssohn begann, zog es ihn beruflich in die Finanzwelt. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Apenrader Kreditbank führte ihn sein Weg bis hin zur Position als Direktor der Sydbank-Tochter in der Schweiz, bevor er sich später als Anlageberater selbstständig machte. Seine berufliche Karriere war geprägt von Ausdauer, Integrität und einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse der Kundschaft.

Vielseitiger Organisator

Jes Christian Wilhelmsen war jedoch weit mehr als ein erfolgreicher Geschäftsmann. Sein Herz gehörte dem Sport. Kaum eine Disziplin ließ er aus: Laufen, Skifahren, Schwimmen, Radfahren und Golfen zählten zu seinen Leidenschaften. Doch seine Begeisterung blieb nicht auf das eigene Mitmachen beschränkt. Als begeisterter Organisator hat er in der dänischen Sportszene bleibende Spuren hinterlassen.

Seinem Heimatverein AaIG schenkte er über Jahrzehnte hinweg seine Zeit, Energie und Vision. Besonders hervorzuheben ist seine Rolle bei der Gründung und Organisation des Apenrader Triathlons, dessen erste Austragung 1985 stattfand. Als Rennleiter und Hauptorganisator leitete er die Veranstaltung 31 Jahre lang und machte sie zu einem Fixpunkt im Triathlon-Kalender.

Der erste Ironman

Seine Leidenschaft für den Triathlon gipfelte 2015 in einem persönlichen Höhepunkt: Zwei Tage vor seinem 62. Geburtstag absolvierte Jes Christian Wilhelmsen seinen ersten Ironman bei der Veranstaltung Challenge Denmark Billund-Herning. Trotz widriger Umstände – ein Tritt ins Auge, ein platter Reifen und bitterkaltes Wetter mit Dauerregen – gab er nicht auf. Mit eisernem Willen und unerschütterlicher Hartnäckigkeit bewältigte er die 15 Stunden dauernde Herausforderung und bewies damit, was ihn auszeichnete: Ausdauer, Zielstrebigkeit und die Fähigkeit, Rückschläge mit Humor zu meistern. „Außerdem habe ich eine Startgebühr von 3.000 Kronen bezahlt“, sagte er augenzwinkernd dem „Nordschleswiger“ damals in einem Interview.

Neben all seinen beruflichen und sportlichen Erfolgen war Jes Christian Wilhelmsen ein Familienmensch durch und durch. Seine Frau Jonna und seine vier Söhne Rasmus, Simon, Peter Christian und Niels Bo teilten zudem seine Begeisterung für den Sport. Zuletzt war er auch stolzer Großvater, dessen Herz immer für seine Familie schlug.

Trauergottesdienst in der Nicolaikirche

Jes Christian Wilhelmsen wird als ein Mensch in Erinnerung bleiben, der mit seiner Energie, seiner Liebe zum Leben und seiner unermüdlichen Hingabe viele inspiriert hat. Er hat gezeigt, dass kein Hindernis unüberwindbar ist – sei es im Beruf, im Sport oder im sonstigen Leben.

Sein plötzlicher Tod ist ein schmerzlicher Verlust. Doch sein Vermächtnis lebt weiter: in seiner Familie, im Apenrader Triathlon und in all den Herzen, die er berührt hat.

Der Trauergottesdienst wird am Freitag, 31. Januar, ab 13 Uhr in der Apenrader Nicolaikirche stattfinden.