Kirchenratswahlen 2024

In der Uberger Kirchengemeinde werden die Karten neu gemischt

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Die amtierenden Gemeinderatsmitglieder Irmgard Haagensen, Jacob Tygsen und Jacob Lorenzen (r.).

Fokus Kirchenrat: Diese Themenreihe beleuchtet Hintergründe und Bedeutung der Kirchenratswahl, die am 17. September 2024 stattfindet. Nach 20-jähriger Arbeit wünscht der Vorsitzende Jacob Lorenzen keine Wiederwahl. Die Suche nach neuen Kandidatinnen und Kandidaten erweist sich wie schon vor vier Jahren als schwieriges Unterfangen. Dieses Mal wird auf Bjerremark gewählt.

Das Allgemeinwohl der ganzen Kirchengemeinde Seth/Uberg (Sæd/Ubjerg) liegt den fünf Mitgliedern des Kirchengemeinderats am Herzen. „Es hat eine fantastische Zusammenarbeit gegeben“, freut sich der noch amtierende Vorsitzende Jacob Lorenzen aus Seth, der die Seth/Uberger Gemeinschaft früher als eine große Familie bezeichnet hat.

20 Jahre lang gehörte der frühere Landwirt dem Kirchengremium an, davon 18 Jahre als Vorsitzender. Die ersten beiden Jahre war er stellvertretender Vorsitzender. Bei der Wahl am Dienstag, 17. September, soll aber Schluss sein.

„Ich meine, dass ich jetzt lange genug im Gemeinderat gesessen habe. Die Zeit ist reif“, erklärt der Sether. Sein Ausscheiden und das von seiner Kollegin Lisbeth Konradsen bereitet in Seth (Sæd) und Uberg Kopfzerbrechen. Denn neue Kandidatinnen und Kandidaten sind bislang nicht gefunden worden. „Wir suchen, aber es hat sich noch keiner gefunden. Daher weiß ich nicht, wie es mit der Kirchenarbeit weitergehen soll“, bedauert der scheidende Vorsitzende.

Für Jacob Lorenzen muss eine Nachfolge gefunden werden (Archivfoto)

Keine Teilnehmenden aus der Kirchengemeinde

Auch die geringen Teilnehmerzahlen bei den Gottesdiensten stimmen ihn nachdenklich. Beim jüngsten deutsch-dänischen Gottesdienst erschienen nur zehn Personen, während zum jüngsten deutschen Gottesdienst doppelt so viele Kirchgängerinnen und Kirchgänger kamen. „Aber es sind keine Mitglieder aus der Seth/Uberger Gemeinde“, bedauert er.

Dass sich dennoch Menschen bis zum 17. September finden werden, die an der Fortsetzung der kirchlichen Arbeit interessiert sein könnten und sich für diese ehrenamtlich engagieren würden, hofft Jacob Lorenzen.

Denn erst beim Wahlabend am 17. September werden die Kandidatinnen und Kandidaten benannt und gewählt. Dort können amtierende Mitglieder auch mitteilen, ob sie aufhören beziehungsweise weiter machen würden.

Der amtierende Gemeinderat von Uberg

Jacob Tygsen und Irmgard Haagensen wollen sich erneut zur Verfügung stellen.

Vor vier Jahren wurden neben Jacob Lorenzen auch Irmgard Haagensen, Bent Christensen, Helga Marie Jørgensen und Jacob Tygsen gewählt. Zu Stellvertretenden wurden Lisbeth Konradsen, Poul Erik Krath und Uwe Carstensen gewählt. Konradsen rückte später für Bent Christensen nach und bekleidet seitdem das Amt als stellvertretende Vorsitzende.

Wahlen auf Bjerremark

Der Wahlvorgang fand damals in der Gaststätte Laden in Seth statt. Seit dem Verkauf stehen diese Räumlichkeiten nicht mehr zur Verfügung. Daher ist die Kursus- und Tagungsstätte Bjerremark das neue Wahllokal.

Jacob Tygsen ist die „gute Seele“ des Gemeinderats. Er kennt Uberg über die Geschlechter wie seine Westentasche. Er bestreitet auch die Funktion als „kirkeværge“. Das ist eine Person, der für die kirchlichen Gebäude zuständig ist. Außerdem ist er in Alleinregie Redakteur der Kirchenzeitung und würzt diese mit interessanten Geschichten von alteingesessenen Familien und Persönlichkeiten der Gegend.

In der Uberger Kirche findet einmal im Monat ein deutscher Gottesdienst statt. Oft werden auch Gottesdienste mit dem dänischen Gemeindeteil gefeiert.