Wirtschaft

Historische Vereinbarung stärkt Apenrader Hafen als Rohstoffdrehscheibe

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Schon jetzt nutzt das Unternehmen Mibau Stema die für Bulkprodukte geeigneten Einrichtungen des Apenrader Südhafens am ehemaligen Enstedtwerk.

Baustofflieferant Mibau Stema erweitert sein bereits erhebliches Engagement am Apenrader Hafen. Das Unternehmen hat einen Mietvertrag für ein größeres Areal am ehemaligen Enstedtwerk unterzeichnet. Für den Hafen stellt dieser Vertragsabschluss die wirtschaftlich bedeutendste Vereinbarung in der Geschichte des Hafens dar.

Eine Vertragsunterzeichnung stärkt die Position Apenrades als Rohstoffdrehscheibe.

Erst kürzlich konnte der Apenrader Hafen von einem Pachtvertrag mit dem Technologieunternehmen Kvasir für ein 20.000 Quadratmeter großes Gelände am Apenrader Südhafen berichten, und nun folgt erneut eine frohe Kunde aus dem Hafenbüro: Der Baustofflieferant Mibau Stema hat ebenfalls einen Mietvertrag für eine größere Fläche am ehemaligen Enstedtwerk – heute offiziell: Apenrader Hafen Süd – unterzeichnet.

Das Apenrader Unternehmen ist einer der größten Lieferanten von mineralischen Baustoffen in Europa. Die Geschäftsführung sieht gute Zukunftsperspektiven in der Erweiterung der Aktivitäten am Apenrader Hafen.

„Dänemarks effizientester Bulkport“

„Wir sind bereits sehr zufrieden mit unserer Zusammenarbeit mit dem Apenrader Hafen“, bringt es Rolf Bonnichsen auf den Punkt. Er ist bei Mibau Stema Direktor für den dänischen Markt.

Er bezeichnet den Apenrader Hafen zudem als „Dänemarks effizientesten Bulkport“. „Wenn wir den zukünftigen Markt für Rohstoffe im Vergleich zum Angebot an Hafenflächen bewerten, erreichen wir eine noch stärkere Position mit weiteren Flächen am Apenrader Hafen. Das liegt an der Kombination der geografischen Lage des Hafens und der Möglichkeit, mit Schiffen mit einem Tiefgang von bis zu 18 Metern anzulanden. Das stellt sicher, dass der Hafen auch für unsere zukünftigen Schiffe geeignet ist“, fügt Bonnichsen hinzu.

Strategische Lage

Claus Boisen (r.) ist Generaldirektor für die Mibau-Stema-Gruppe. Rolf Bonnichsen hält als Managing Director den dänischen Markt in seinen Händen.

Nicht nur für Mibau Stema in Dänemark ist die Vereinbarung bedeutungsvoll. Als einer der führenden Akteure im Rohstoffsektor in Europa ist die Zusammenarbeit mit dem Apenrader Hafen auch für Mibau Stemas weitere europäische Aktivitäten wichtig. Das Unternehmen beschäftigt rund 500 Mitarbeitende in sieben Ländern.

„Es ist entscheidend für uns, der Entwicklung einen Schritt voraus zu sein. Es ist nicht nur der dänische Markt, der in Zukunft von Rohstoffmangel betroffen sein wird. Das gilt für ganz Europa, wo wir eine steigende Nachfrage nach Rohstoffen erwarten. Unsere Lieferkette erfordert, dass wir den gesamten Weg von unseren Steinbrüchen bis zu den Häfen, die unsere Produkte abwickeln, im Blick haben. Die Erweiterung unserer Aktivitäten am Apenrader Hafen ist daher kein Zufall, da die geografische Lage des Hafens in der Nähe von Norddeutschland und der Ostsee bedeutet, dass wir von hier aus ein großes Einzugsgebiet bedienen können“, erklärt Claus Boisen, Geschäftsführer von Mibau Stema.

Einrichtungen nutzen

Hafendirektor Henrik Thykjær und Hafenvorsitzender Erwin Andresen bei einem Pressetermin kurz vor dem 1. November 2021. Seit dem Datum gehört der Hafen am ehemaligen Enstedtwerk offiziell dem Apenrader Hafen und trägt heute den Namen „Aabenraa Havn Syd“ (Archivfoto).

Auch für den Apenrader Hafen ist dieser Vertrag von erheblicher strategischer Bedeutung. Er stärkt dessen Position als einer der wichtigsten Rohstoffhäfen Dänemarks. In der offiziellen Pressemitteilung wird der Mietvertrag mit Mibau Stema sogar als „historisch“ bezeichnet.

„Der Vorstand des Apenrader Hafens hat im Frühjahr 2024 den Entwicklungsplan 2055 verabschiedet; die Vereinbarung mit Mibau Stema steht in direktem Zusammenhang mit den Ambitionen dieses Planes. Am Apenrader Südhafen haben wir einzigartige Einrichtungen zum Umgang mit Bulkprodukten. Diese sollten wir nutzen, um unsere Position als einer der führenden Bulkhäfen Dänemarks zu stärken“, sagt der Vorstandsvorsitzende des Apenrader Hafens, Erwin Andresen.

Großes Interesse an Hafenflächen

Generell verzeichnet der Apenrader Hafen eine steigende Nachfrage nach den attraktiven Hafenflächen, heißt es in der Pressemitteilung.

„Unsere Vereinbarung mit Mibau Stema ist die wirtschaftlich bedeutendste, die der Hafen bisher getroffen hat. Aber möglicherweise stehen noch weitere neue Vereinbarungen bevor, da wir derzeit großes Interesse daran erleben, sich am Apenrader Hafen niederzulassen. Mehrere Akteure haben die einzigartigen Bedingungen hier erkannt, sodass die Zukunft sehr spannend aussieht – nicht nur für den Hafen, sondern auch für Apenrade und ganz Nordschleswig“, sagt Hafendirektor Henrik Thykjær.