Blaulicht

Fluchtwagen schaffte nur 130 Sachen: Verfolgungsfahrt endet bei Rothenkrug

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Trotz Aufforderung der Polizei zum Anhalten, setzte ein Autofahrer die Fahrt auf der Autobahn in Richtung Grenze fort.

Ein Autofahrer ignorierte Höhe Kolding Anhaltesignale der Polizei und versuchte auf der Autobahn in Richtung Süden zu flüchten. Die Verfolgung verlief unspektakulär, da der Fluchtwagen kein hohes Tempo erreichte.

Montagabend gegen 19.15 Uhr wollte die Polizei auf der Autobahn in Höhe Kolding-Süd routinemäßig ein Fahrzeug kontrollieren. Der Fahrer missachtete allerdings die Anhaltesignale der Polizei und setzte die Fahrt fort. „Es wurde dann eine Verfolgung mit mehreren Streifenwagen eingeleitet. In Höhe Rothenkrug gelang es, den Fluchtwagen zu stoppen“, berichtet Christ Thorning Vesterdal von der Polizei Syd- og Sønderjylland.

Obwohl es zum Ende der Verfolgung zu einer leichten Kollision mit Polizeifahrzeugen kam, verlief die Aktion laut Vesterdal unspektakulär.

Kaum schneller, als erlaubt

Das habe unter anderem daran gelegen, dass das Fluchtfahrzeug es lediglich auf 130 Kilometer pro Stunde brachte. „Das Fahrzeug überholte einmal einige Lastwagen über den Standstreifen. Ansonsten verlief die Verfolgung relativ harmlos“, so Vesterdal.

Als der Wagen Höhe Rothenkrug vor Lastwagen abbremsen musste und sich ein Polizeiauto davor setzen konnte, endete die Verfolgung, wobei das Fluchtfahrzeug „bei geringer Geschwindigkeit mit den Streifenwagen kollidierte. Es entstand lediglich Materialschaden“, so der Polizeisprecher.

Vermutlich keine Wahnsinnsfahrt

Es stellte sich heraus, dass der 75-jährige Fahrer aus Fredericia unter Drogeneinfluss stand. Er wird sich dafür, sowie für das Ignorieren polizeilicher Anweisungen und wegen des Rechtsüberholens über den Standstreifen verantworten müssen.

Da das Tempo während der Verfolgung verhältnismäßig gering war und es keine brenzlichen Momente gab, bei denen andere Verkehrsteilnehmende gefährdet waren, könnte der Mann um den Tatbestand des rücksichtslosen Fahrens (Vandvidskørsel) herumkommen, so die Einschätzung von Thorning Vesterdal.

Der Tatbestand würde die Beschlagnahmung des Wagens und den Verlust des Führerscheins bedeuten. Der Polizeisprecher machte auf Nachfrage der Presse keine Angaben zum Fabrikat und Modell des „lahmen“ Fluchtwagens.