Tønder Festival 2025

Finanzielle Schützenhilfe für das Festival vom Kulturministerium

Veröffentlicht Geändert
Trinelise Væring ist eine vielseitige dänische Künstlerin. Sie wird in Tondern auftreten.

Mit der Zuwendung könnte nicht nur der dänischen Folkszene in Tondern wieder eine Tür für das internationale Geschäft geöffnet werden. Auch mit der Einrichtung eines Sekretariats für Musik europäischer Minderheiten kann weitergeplant werden.

Das Tønder Festival kann in diesem Jahr und 2026 der neuen dänischen Folkmusik im Rahmen der Konzerte von Folk Spot Danmark in Tondern eine Tür für das internationale Geschäft öffnen. „Das ist mega schön, da wir jetzt auch Geld genug für 2026 haben“, erklärte die Musikverantwortliche des Festivals, Maria Theessink.

Die Rolle der „Geburtshelfer“ bestreitet das Festival mit der Hälfte eines Zuschusses in Höhe von einer Million Kronen des Kulturministeriums weiter. Das Ministerium verteilt den Gewinn von Danske Spil A/S für kulturelle Zwecke.

Geld genug für 2025 und 2026

Im vergangenen Jahr drohte dieser Festivalteil der letzte in dieser Form gewesen zu sein. Mit dem Zuschuss ändern sich die Voraussetzungen, sodass die Organisation Spot Festival mit dem Tønder Festival wieder ein Programm auf die Beine stellen kann, um markante und neue Künstlerinnen und Künstler aus Dänemark ins Festivalprogramm aufzunehmen, die Folk und Rootsmusik spielen. Seit 2012 hat das Projekt Vertreterinnen und Vertreter aus der Musikbranche und Festivalveranstalter aus der ganzen Welt angelockt.

In diesem Jahr können Elias Rønnenfelt, Trinelise Væring, Thorbjørn Risager & the Black Tornado og Sunbörn das Festival als Sprungbrett nutzen. Sie bieten mit einem bunten Mix ein breites und aktuelles Bild von der modernen Folkmusikszene, erklärt Maria Theessink. Sie sieht den Zuschuss als eine wichtige Anerkennung für die Arbeit des Festivals in Tondern.

Dankbar für die Unterstützung

„Daher sind wir sehr dankbar für die Unterstützung, die wir von Christiansborg erfahren. Ein besonderer Dank geht an Kulturminister Jakob Engel-Schmidt und an die anderen Parteien des Folketings. Sie haben eine entscheidende Stimme gehabt, die Bedingungen und die Sichtbarkeit des Folk zu sichern. Einen besonderen Anteil daran hat Folketingsmitglied Charlotte Bromann Mølbæk von der Sozialistischen Volkspartei“, heißt es in einer Pressemitteilung des Festivals.

Poul-Erik Jensen steht als stellvertretender Vorsitzender des Tønder-Festival-Fonds dem Projekt vor, in Tondern ein europäisches Sekretariat für die Musik nationaler und ethnischer Minderheiten einzurichten. In die schon angelaufene Projektarbeit wird die zweite Hälfte des Zuschusses investiert.

Diese Musik hat einen enormen kulturellen Wert und erzählt eine Geschichte, die nicht in Vergessenheit geraten darf.

Poul-Erik Jensen

Auch er sieht die Zuwendung als Anerkennung für die geleistete Arbeit. „In diesem Jahr werden bereits die ersten Initiativen präsentiert. Im Herbst wird an den Plänen weitergearbeitet. Dieser Teil wird noch mit der staatlichen Bewilligung von 2024 finanziert“, erklärt Jensen.

Nun könne diese Arbeit fortgesetzt und Geld in eine europäische Musikkultur investiert werden, die sonst ein Schattendasein friste. „Diese Musik hat einen enormen kulturellen Wert und erzählt eine Geschichte, die nicht in Vergessenheit geraten darf“, unterstreicht Jensen.