Blaulicht

Erneut Großbrand in Hammeleff: Etwa 60 Busse brannten aus

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Der Anblick am Tag danach

Am Dienstagabend hat ein Flammeninferno in Hammeleff für Aufsehen – und dicke Rauchschwaden über der Autobahn E 45 gesorgt. Erneut waren ausrangierte Busse das Ziel von Unbekannten, denn die Polizei geht auch diesmal von Brandstiftung aus.

Die Einsatzkräfte rückten am Dienstagabend mit einem Großaufgebot an, um das Feuer unweit der nordschleswigschen Autobahn unter Kontrolle zu bringen.
Sie waren nach eigenen Angaben mit den Feuerwehren aus Woyens (Vojens), Moltrup, Fjelstrup und Sommerstedt (Sommersted) vor Ort. Auch eine Drohne ist im Einsatz gewesen, wie „Brand & Redning Sønderjylland“ mitteilt. Erst nach Mitternacht gelang es den Einsatzkräften, den Brand zu löschen. Bei dem Feuer kam es auch zu Explosionen, die bis Hadersleben zu hören waren.

Rauchschwaden über der Autobahn

Dichter Rauch war über die nahe gelegene Autobahn E 45 gezogen und hatte den Verkehr erheblich behindert, auch wenn die Autobahn nicht gesperrt werden musste.
Laut „JydskeVestkysten“ sind etwa 60 Busse ausgebrannt; der Schaden geht in die zweistellige Millionenhöhe, kann allerdings bis jetzt nicht beziffert werden.

Polizei bittet Bevölkerung um Hilfe

Nach Mitternacht hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle.

Die Polizei schließt laut der dänischen Nachrichtenagentur „Ritzau“ Brandstiftung nicht aus und bittet die Bevölkerung um zweckdienliche Hinweise. „Wer am Dienstag zwischen 18 und 21 Uhr etwas Verdächtiges beobachtet hat, sollte sich unter der Nummer 114 bei uns melden.“

Brisant: Erst in der Vorwoche hatte es an demselben Standort im Hammeleffer Gewerbegebiet gebrannt. Damals waren sechs Busse zum Teil ausgebrannt. Bei den betroffenen Fahrzeugen handelt es sich laut Polizei um ausgediente Dieselbusse, die für den Export oder die Verschrottung bestimmt waren.

Die Polizei vermutet auch bei diesem Großfeuer Brandstiftung.