Wirtschaft

Ecco schließt Fabrik in der Slowakei

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Thomas Gøgsig hat die Firmenleitung im November 2024 übernommen.

Mehr als 600 Mitarbeitende verlieren ihren Job, nachdem die Konzernleitung beschlossen hat, die Produktion in Martin einzustellen.

Der Schuhkonzern Ecco mit Hauptsitz in Bredebro und Tondern (Tønder) schließt seine Produktionsstätte in der slowakischen Stadt Martin, schreibt „JyskeVestkysten“. Nach Information der Firmenleitung soll die Produktion im Laufe des Sommers aufhören und die Fabrik Ende des Jahres ganz schließen. Damit verlieren 643 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihren Job.

„Aufgrund der globalen wirtschaftlichen und handelsmäßigen Entwicklung hat Ecco beschlossen, die Anzahl seiner Produktionsstätten zu schließen“, schreibt die Firmenleitung nach Information slowakischer Medien.

Gewerkschaft kritisiert Festhalten an Russland

Die lokale Gewerkschaft IOZ kritisiert die strategischen Entscheidungen der Konzernleitung. Dies gilt vor allem für den Beschluss, am Produktionsstandort Russland aus Rücksicht auf die dortigen Mitarbeitenden festzuhalten.

„Aber in der Slowakei, einem EU-Mitgliedsland, haben sie ohne Zögern entschieden, so gut wie sämtliche Angestellte innerhalb von drei bis vier Monaten zu entlassen“, so die Gewerkschaft.

Der Entschluss, sich aus der Slowakei zurückzuziehen, kommt, nachdem Ecco 2024 ein Minus von 37,6 Millionen Euro (280 Millionen Kronen) erwirtschaftet hat. Der relativ neu ernannte Geschäftsführer (administrierende direktør) Thomas Gøgsig bezeichnet das Ergebnis im Rechenschaftsbericht als „bei Weitem nicht befriedigend“.