Blaulicht

Drama auf Schienen: Mann stürzt vom Zug – Frau in den Wehen

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Der Woyenser Bahnhof bildete am Dienstag die Kulisse aufregender Stunden, wodurch der Zugverkehr in Südjütland teilweise zum Erliegen gekommen ist (Archivbild).

Ein ungewöhnlicher Doppelvorfall hat am Dienstagabend den Bahnverkehr in Südjütland teilweise lahmgelegt: Ein Mann ist vom fahrenden Zug gestürzt, während eine Frau an Bord plötzlich Wehen bekommen hatte.

Am Dienstagabend haben Passagierinnen und Passagiere am Bahnhof von Woyens eine schockierende Szene erlebt. Ein Mann hatte sich an die Außenseite eines abfahrenden Zuges gehängt, der in Richtung Fredericia unterwegs war. Wie die Zeitung „JydskeVestkysten“ berichtet, ist daraufhin der übrige Zugverkehr auf der Strecke gestoppt worden.

Suchaktion mit Drohnen

Als der Zug den nächsten Bahnhof erreichte, war der Mann verschwunden. Bei einer groß angelegten Suche mit Drohnen, Wärmebildkameras und Spürhunden hat die Polizei den blinden Passagier schließlich etwa fünf Kilometer vom Bahnhof entfernt gefunden. Der Mann war verletzt, aber ansprechbar. Rettungskräfte haben ihn ins Krankenhaus gebracht, wo er operiert werden musste.

Hintergründe unklar

Die Polizei vermutet, dass es sich bei dem Mann entweder um einen „Trainsurfer“ handelt – oder einen Versuch, den Zug zu erreichen. Nach Angaben der Polizei gibt es keinen Hinweis auf einen Selbstmordversuch.

Der Verletzte, vermutlich ein etwa 40-jähriger Pole, ist bisher nicht identifiziert worden. Ihm droht eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Eisenbahngesetz.

Frau bringt Kind im Zug zur Welt

Währenddessen hatte eine Frau in dem still stehenden Zug Wehen bekommen. Wegen des medizinischen Notfalls musste ein Waggon zurück zum Bahnhof bugsiert werden. Dort haben Rettungskräfte die Frau ins Krankenhaus gebracht.