Haushalt

Die Ausgaben der Kommunen in Nordschleswig steigen

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Die Kommune Tondern hat die höchsten Ausgaben pro Person (Archivfoto).

Die Kommunen Tondern und Hadersleben geben das meiste Geld pro Person aus. In Apenrade und Sonderburg sind die Kosten deutlich niedriger.

Die Betriebsausgaben der vier nordschleswigschen Kommunen steigen in diesem Jahr im Schnitt um 5,4 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr. Damit ist der Anstieg ein wenig niedriger als der Landesdurchschnitt von 5,6 Prozent. Das zeigen Daten, die Danmarks Statistik auf der Grundlage der kommunalen Haushalte erarbeitet hat.

Innerhalb Nordschleswigs gibt es jedoch deutliche Unterschiede. Während die Kosten in Sonderburg (Sønderborg) und Apenrade (Aabenraa) lediglich um 5,1 Prozent steigen, sind es in Hadersleben (Haderslev) und Tondern (Tønder) 5,7 Prozent.

In allen vier Kommunen liegen die Betriebsausgaben pro Person deutlich höher als im Landesdurchschnitt. Doch auch hier gibt es klare Differenzen. Die beiden Kommunen mit den höchsten Kosten sind gleichzeitig diejenigen, die den größten Anstieg verzeichnen, nämlich Tondern und Hadersleben.

Der Spielraum der Kommunen, die Kosten zu senken, ist gering. Ein Großteil der Aufgaben ist gesetzlich vorgeschrieben. Fast 60 Prozent der Betriebsausgaben verwenden die dänischen Kommunen laut Danmarks Statistik für den Bereich „Soziale Aufgaben und Beschäftigung“.

Innerhalb dieses Bereichs ist „Angebote für Seniorinnen und Senioren“ der größte Posten, bei dem es auch einen deutlichen Anstieg gibt. Dies hängt damit zusammen, dass die Menschen älter werden. Aus demselben Grund steigt auch der Posten „Seniorenrente, Frührente und persönliche Rentenzulage“ an.