Wirtschaft

Der Optimismus ist zurückgekehrt: Der Wohnungsbau läuft wieder

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Hans Schmidt kaufte bereits vor einigen Jahren den früheren Baumarkt (Archivfoto).

In der Kommune Tondern sind etwa 200 neue Wohnungen in Planung. Das Tømmergården-Projekt an der Tonderner Nørregade ist das größte von allen. Bürgermeister Jørgen Popp Petersen spricht von großem Optimismus und dem Glauben an die Zukunft.

Nach einer Bauflaute wegen der Corona-Pandemie und Inflation mit immensen Preissteigerungen soll wieder Schwung in die Sache kommen. Zurzeit sind in der Kommune etwa 200 Wohnungen in Planung. Das ist eine erfreuliche Entwicklung, die Bürgermeister Jørgen Popp Petersen (Schleswigsche Partei) als Ausdruck für großen Optimismus und den Glauben an die Zukunft bewertet. Entsprechende Erwähnung hat die geweckte Bauaktivität auch in seinem Neujahrsgruß gefunden.

Das mit Abstand größte Projekt mit 52 neuen Wohnungen und fünf Penthouse-Wohnungen ist das von Projektmacher Hans Schmidt aus Tondern. Auf dem Gelände des früheren Baumarkts und der Holzhandlung (Peter Christensen) an der Tonderner Nørregade sollen nach dem Abriss die Wohnungen errichtet werden.

Den Giebelhäusern der Stadt wurde das Bauvorhaben an der Nørregade angepasst.

Exklusiv wohnen

In der vierten und obersten Etage sollen die zum Verkauf angebotenen Penthouse-Wohnungen entstehen. Sie werden 115 bis 155 Quadratmeter groß sein, zwischen 3 und 4 Millionen Kronen kosten, aber auch über einen eigenen Carport und eine Dachterrasse verfügen.

Zwei der exklusiven Wohnungen sind bereits reserviert. Zumindest auf dem Papier. Hans Schmidt ist sich sicher, auch für die drei letzten Interessenten zu finden. Ihr Bau wird etwa 15 bis 20 Millionen Kronen kosten. Das entspricht 10 Prozent der veranschlagten Bausumme.

Die gemeinnützigen Wohnungen mit zwei, drei und vier Zimmern (zwischen 72 und 107 Quadratmeter groß) werden vom Tønder Andelsboligforening vermietet. Die Wohnungsbaugesellschaft will das Projekt mit einem Kredit in Höhe von etwa 90,5 Millionen Kronen finanzieren. Der Staat übernimmt die Bürgschaft zu 100 Prozent. Die Kommune will ein Darlehen in Höhe von etwa 8 Millionen Kronen geben.

Schon seit drei Jahren arbeitet Hans Schmidt mit diesen Plänen. Der Grund dafür, dass er sich jetzt entschieden hat, das Projekt anzuschieben, sind fallende Materialpreise.

„Die Betonfabriken hatten wahnsinnig viel zu tun und hoben die Preise an. Vor Weihnachten sind sie nun um bis zu 20 Prozent gefallen. Die Preissenkung war besonders für unser Projekt mit sehr vielen Betonelementen entscheidend“, erklärt er auf Anfrage.

Halten sich die Kosten im Rahmen, kann vermutlich im Frühjahr mit dem Abriss des Baumarkts begonnen werden.

Hans Schmidt

Ausschreibung läuft

Das Projekt befindet sich bis zum 22. Januar in der Ausschreibung. „Halten sich die Kosten im Rahmen, kann vermutlich im Frühjahr mit dem Abriss des Baumarktes begonnen werden. Der Antrag ist bereits gestellt. Wird der Rahmen gesprengt, müssen wir Abstriche vornehmen“, erläutert Hans Schmidt weiter.

Nach dem Abriss muss auf dem Grundstück aufgeräumt werden, das auch in Bezug auf eine mögliche Verunreinigung untersucht werden soll.

Läuft alles nach Plan, kann im Frühjahr gebaut werden. Die Fertigstellung wird Ende 2026 erwartet.

Verkauf des Seminars platzte

Die Kommune versuchte im vergangenen Jahr, das leer stehende Lehrerseminar in Tondern zu verkaufen. Sie hoffte, jemanden zu finden, der dort in den Bau neuer Wohnungen investiert, für die in der Stadt eine Nachfrage besteht. Doch aus dem Verkauf des Seminars wurde nichts.