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Der neue Frelle-Film wird bei der Berlinale gezeigt

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Jette Søndergaard (r.) spielt die Hauptrolle als Sofie. Karen Tygesen, eine Seniorin, die Besuch von der Heimhilfe bekommt, steht auch vor der Kamera. Sie ist im wirklichen Leben Jette Søndergaards Großmutter.

Am 19. Juni kommt – als letzter Teil einer nordschleswigschen Trilogie – das Drama „Hjem kære hjem“ in die dänischen Kinos. Jette Søndergaard spielt wieder die weibliche Hauptrolle.

Bevor dem dänischen Kinopublikum der neue Film von Regisseur Frelle Petersen ab 19. Juni 2025 vorgestellt wird, geht es im Februar zum Filmfestival (Berlinale) in Berlin. In der Kategorie Panorama wird der Film „Hjem kære hjem“ gezeigt.

Im Sommer fanden die Drehaufnahmen zu Frelle Petersens dritten Teil seiner nordschleswigschen Filmtrilogie statt. „Hjem kære hjem“ ist nach den Erfolgsfilmen „Onkel“ und „Resten af livet“ der dritte Teil seiner nordschleswigschen Filmserie, der neben Profis auch viele Laiendarstellerinnen und Laiendarsteller vor die Kamera bringt. Das Casting fand meist in Tondern und Umgebung statt.

Am Set sind aber auch Profis. So wird es unter anderem ein Wiedersehen mit der gebürtigen Lügumklosteranerin Jette Søndergaard geben, die auch in „Onkel“ und „Resten af livet“ die Hauptrolle spielte. Die Rollen werden primär mit Menschen aus dem Grenzland besetzt, die Sønderjysk sprechen können.

Für „Resten af livet“ heimste Frelle Petersen im vergangenen Jahr den Bodil (dänischer Filmpreis) als beste dänische Produktion ein. In der Kategorie bestes Manuskript gewann Frelle Petersen einen Bodil-Preis für seinen 2019 gedrehten Streifen „Onkel“.

Ein Foto fürs Familienalbum: Jette Søndergaard mit ihrer Tante Tove, Oma Karen, Onkel Peter H. und Onkel Henning Tygesen auf dem roten Läufer. Alle fünf standen beim Film Resten af livet vor der Kamera (Archivfoto)

Die Drehkosten für die beiden ersten Produktionen waren gemessen an anderen Filmprojekten noch verhältnismäßig gering. Die Kosten für den neuen Film sind auf 17,5 Millionen Kronen veranschlagt worden. Finanziell unterstützt wird die Produktion von Det Danske Filminstitut, den Vestdanske Filmpulje, TV 2 Danmark, von der Kommune Tondern und der EU.

Die Handlung

Frelle Petersen wuchs in Nordschleswig auf und liebt seine Heimat (Archivfoto).

Für seine Trilogie hat sich Frelle Petersen für alltägliche Themen entschieden. Dieser Strategie bleibt er auch in „Hjem kære hjem“ treu, der die Geschichte einer 35-jährigen Frau erzählt, die nach der Scheidung beruflich neue Wege geht. Sie wird Heimhelferin, eine Beschäftigung, die sie mag, die ihr aber bald gefühlsmäßig zusetzt. Nach einer Klage von Angehörigen eines alten Mannes verliert sie die Kontrolle über ihre Arbeit und ihre zehnjährige Tochter.

Auch bei diesem Film, der von Jonas Bagger für die Filmgesellschaft Zentropa Entertainments produziert wurde, hat sich der Regisseur akribisch vorbereitet und begleitete die Heimhilfe bei ihren Fahrten zu den Hilfsbedürftigen.

Authentische Erzählung

Für ihn sei die Vorbereitung auf einen Film dienlich für eine authentische Erzählung. „Der Film ist inspiriert von der Wirklichkeit und den vielen großen und kleinen menschlichen Dilemmas, auf die ich bei meiner Recherche stieß und sie am eigenen Leib erlebte“, erklärt der Regisseur.

Sofie ist einer der Heldinnen des Alltags und möchte bei ihrer Arbeit Neues bewirken. „Ich bin neugierig auf die Reaktionen der Menschen, wenn wir konstant sowohl im Arbeitsalltag als auch privat unter Druck gesetzt werden. „Wie wir uns für Menschen einsetzen, die wir gernhaben, aber herausgefordert werden, wenn die eigene Kapazität nicht mehr ausreicht“, wird Frelle Petersen in einer Pressemitteilung der Filmgesellschaft zitiert.