Deutsche Minderheit

Der BDN blickt auf volles und buntes Jahr zurück

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Mit Christoph Wolff sitzt wieder ein Mann im Vorstand des BDN-Ortsvereins. Rechts die Vorsitzende Marie Medow

Der BDN-Ortsverein Tondern zog Bilanz und geht mit einer neuen Kassiererin in die kommende Saison. Annemarie Nielsen wurde nach 22 Jahren im Vorstand verabschiedet.

Den Rekord von Hans Christian Kier mit 38-jähriger Tätigkeit im Vorstand des Tonderner Ortsvereins vom Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) schaffte sie zwar nicht, doch mit 22 Jahren kann Annemarie Nielsen als gewissenhafte Kassiererin auch auf eine lange Vorstandskarriere zurückblicken.

Bei der Generalversammlung, die am Dienstagabend in der Ludwig-Andresen-Schule stattfand, wurde das langjährige Vorstandsmitglied von der wiedergewählten Vorsitzenden Marie Medow verabschiedet.

Vorstandsmitglied Angelika Olczak übernimmt die Kasse, während Christoph Wolff neu in den Vorstand gewählt wurde. Er ist der einzige Mann in dem sechsköpfigen Gremium. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Irene Feddersen, Grete Freiberg und Karin Jepsen.

In ihrem Jahresrückblick bezeichnete Marie Medow 2024 als ein buntes und volles Jahr. Wie ein Uhrwerk hatten die zuverlässigen Geschwister Günter Haagensen und Ilse Christensen wieder ein leckeres Schwarzsaueressen zum Jahresanfang serviert. Leider würde das Angebot immer weniger Zuspruch finden. „Wer teilnimmt, ist aber begeistert. Wir wollen daher versuchen, das Angebot zu erhalten“, versicherte Medow.

Weitere Wahlen

Carl-Heinz Hansen wurde als Revisor des Ortsvereins wiedergewählt. Als Delegierte für die Delegiertenversammlung in Tingleff (Tinglev) wurden gewählt:

Im Jahresrücklich ging es vom Theaterabend mit dem Heimatmuseum mit mehr als 100 Gästen, der Weinprobe und einem Einsatz bei der Minderheiten-Fußballeuropameisterschaft Europeada im Programm weiter.

Diese beiden Knirpse waren zu jung, um an der Europeada teilzunehmen. Dennoch durften sie den Dress vom Team Nordschleswig tragen (Archivfoto)

Lob vom BDN-Hauptvorstand

Der stellvertretende BDN-Hauptvorsitzende, Rasmus Jessen, würdigte in diesem Zusammenhang den großen Einsatz. „Im Hauptvorstand ist euer Einsatz sehr positiv angemerkt worden. Hier war man sehr professionell aufgestellt. Das war einer der Gründe, dass die Faustballeuropameisterschaft 2026 in Tondern stattfindet“, so Jessens Lob.

Anstelle des Waldausflugs mit Pilze sammeln ging es im vergangenen Jahr zum Dorfplatz in Seth (Sæd). „Für diese Veranstaltung hätten wir uns mehr Teilnehmer gewünscht“, bedauerte Marie Medow. Dabei habe der Dorfplatz so viel zu bieten.

Aalessen so populär wie eh und je

Ein Selbstgänger, der in Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst durchgeführt wird, ist das Aalessen in Neukirchen, das stets ausverkauft ist. Darüberhinaus wurden Workshops zum Thema Pilzzucht und Backen mit Sauerteig durchgeführt. Zudem treffen sich jeden zweiten Montag Skatspielerinnen und Skatspieler im Schützenhaus.

Kanalfahrt ist ausverkauft

Irene Feddersen, BDN-Vorstandsmitglied und gleichzeitig Vorsitzende des Sozialdienstes Tondern, berichtete, dass die 50 Plätze für die am 24. Mai stattfindende Kanalfahrt auf dem Nord-Ostsee-Kanal von Kiel nach Rendsburg alle vergriffen sind. 10 Personen stünden noch auf der Warteliste. Die Tagesfahrt ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des Sozialdienstes, des BDN, der Kirchengemeinde und der Deutschen Bücherei Tondern.

Bei der Vorlage des Kassenberichts bedauerte die scheidende Kassiererin Annemarie Nielsen die vielen säumigen Zahlerinnen und Zahler im Mitgliederkreis. Die meisten Rechnungen werden per E-Mail verschickt, denn von den meisten Mitgliedern liegen E-Mail-Adressen vor. Doch nicht immer würden diese bei Änderungen aktualisiert. In Einzelfällen hätte sie die Rechnungen in den Briefkasten geworfen.

Annemarie Nielsen bei der Vorlage ihres letzten Kassenberichts

Äußerst mäßig war die diesjährige Generalversammlung besucht, die mit einer heißen Suppe kulinarisch abgerundet wurde. In früheren Jahren sei die Generalversammlung vor einer größeren Veranstaltung abgehalten worden. Dabei sei die Jahrestagung des Ortsvereins aber zu kurz gekommen, weswegen man sie ausgekoppelt hatte, erklärte Medow. „Vor der Entkoppelung kamen aber definitiv mehr Mitglieder zur Generalversammlung“, erklärte sie abschließend.