Kommunales

Brückenrestaurierung wird noch teurer

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Die Stahlträger der beiden Brücken sind zur Reparatur.

Für das Projekt waren 23,4 Millionen Kronen zur Seite gelegt worden. Der Technische Ausschuss will für die zusätzlichen Kosten nicht aufkommen. Der Finanzausschuss schickte den Punkt dennoch an den Fachausschuss zurück.

Beim Technischen Ausschuss landet nun doch die Kostenüberschreitung für die Restaurierung der beiden historischen Brücken über die Süderau und Wiedau bei Legan (Lægan) und Mühlenhaus (Møllehus) direkt an der deutsch-dänischen Grenze. Der Finanzausschuss hat auf seiner Sitzung am Donnerstag den Punkt wieder an den Technischen Ausschuss zurückgeschickt.

Der Stadtrat hatte im vergangenen Jahr bei den Haushaltsberatungen entschieden, beide Brücken in einem Rutsch instand zu setzen. Dafür wurden 23,4 Millionen Kronen im Haushalt reserviert. Nun müssen nicht nur die darin enthaltenen 4,4 Millionen Kronen für unvorhergesehene Schäden herhalten. Zusätzliche 2,8 Millionen Kronen müssen aufgebracht werden.

„Wir können nicht einsehen, warum die Kostenüberschreitung aus unserem Haushalt finanziert werden soll. Die Brücken-Restaurierung wurde beim Haushaltsseminar entschieden, wir haben nicht darum gebeten“, meint Poul Erik Kjær, Vorsitzender des Technischen Ausschusses. Sein Ausschuss meint, dass die Kasse der Kommune dafür herhalten soll.

Seit Jahresanfang ist der Grenzübergang Aventoft-Mühlenhaus gesperrt. Die Stahlträger der unter Denkmalschutz stehenden und mehr als 100 Jahre alten Brücken wurden abmontiert und zur Restaurierung geschickt.

Seit Anfang des Jahres ist der Grenzübergang gesperrt (Archivfoto).

Größere Rostschäden als erwartet

Dort wurde festgestellt, dass die Rostschäden in den tragenden Konstruktionen wesentlich größer sind als erwartet. Besonders der Zustand der Legan-Brücke war weitaus schlechter. Die Schäden haben sich unter einer Betonschicht und früheren Reparaturen aus dem Jahr 1990 versteckt.

Der Technische Ausschuss war nicht gewillt, andere geplante Brückenrenovierungen zu verschieben, um das zusätzliche Geld aufzubringen. „Diese Brücken werden davon auch nicht besser und ihre Renovierung nur teurer“, meint Kjær.

Geplant war eine Reparatur der Brücken entlang des Vestre Omfartsvej, am Straßenzug Hjejlen, beides Tondern, und über den Døstrup Bæk bei Mjolden.

Im Zeitplan

Ein kleiner Trost bleibt: Obwohl die Restaurierung umfassender wird als erwartet, kann der Zeitplan eingehalten werden. Zum 31. Juli sollte der Grenzübergang termingerecht wieder geöffnet werden.