Deutsche Minderheit

Beim Sozialdienst Tingleff rückte auf einmal der Kassenprüfer in den Mittelpunkt

Veröffentlicht Geändert
Dorte Schultz berichtet auf der Generalversammlun des Sozialdienstes Tingleff.

Ein Geschenk gab es auf der Generalversammlung des Sozialdienstes Tingleff nicht nur für das scheidende Vorstandsmitglied Hella Hartung. Ein Präsent erhielt auch Revisor Harald Søndergaard, obwohl er gar nicht ausscheidet. Ausschlaggebend war eine Recherche der Kassiererin.

Der Sozialdienst Tingleff hat 328 Mitglieder, davon 18 Ehrenmitglieder. „Ehrenmitglieder sind bei uns Mitglieder ab 90 Jahren. Für sie ist der Mitgliedsbeitrag nicht Pflicht, sondern freiwillig“, erwähnte Dorte Schultz, Vorsitzende des Tingleffer Sozialdienstes, kürzlich in ihrem Bericht zur Generalversammlung in der Cafeteria der deutschen Sporthalle.

Der Vorstand, der gut zusammengearbeitet hat und in dem die Aufgaben auf viele Schultern verteilt sind, sei stets bemüht, den Mitgliedern unterschiedliche Veranstaltungen zu bieten, so Schultz. Hinzu kämen Aktivitäten, die in Kooperation mit den anderen Sozialdienstvereinen in der Kommune Apenrade angeboten werden.

Ralf für Hella

Versammlungsleiter Hans Friedrich David konnte den Punkt Wahlen zügig abhaken. Es gab nur eine Neuwahl. Hella Hartung, die den Vorsitz im Trägerverein Deutsches Haus Jündewatt übernommen hat und dort sehr eingespannt ist, ist auf eigenem Wunsch ausgeschieden. Für sie rückt Ralf Sehstedt nach. Wiederwahl gab es für Vorstandsmitglied Marianne Christensen.

Wiedergewählt wurden auch Kassenprüfer Harald Søndergaard und Hans Heinrich Christensen. Søndergaard feiert als Revisor ein Jubiläum.

Dorte Schultz (r.) bedankte sich bei Hella Hartung für langjähriges Engagement im Vorstand und überreichte im Namen des Vereins ein Präsent.

Kassierin Karin Hansen hatte beim Blättern in den vereinsinternen Unterlagen herausgefunden, dass Harald Søndergaard seit 30 Jahren die Bilanzen prüft und überreichte ihm im Namen des Vorstandes ein Jubiläumsgeschenk.

Wie umfangreich die Arbeit als Familienberaterin ist, ging einmal mehr aus dem Tätigkeitsbericht von Karin Hansen Osmanoglu hervor, die mittlerweile nicht nur für den Raum Tingleff, sondern auch für das Rothenkruger Gebiet (Rødekro) zuständig ist.

Seit 30 Jahren ist Harald Søndergaard Revisor im Sozialdienst Tingleff. Zum Jubiläum gab es von Kassiererin Karin Hansen ein Geschenk.

Große Bandbreite an Tätigkeitsfeldern

Soziale Angelegenheiten in Familien und bei älteren Personen, Umzug nach Dänemark, Arbeitslosigkeit, Pensionsfragen, Ausbildungsunterstützung und Kindergeld bis zu Nachlass, Schulden und Mietrecht: Die Beratung einschließlich Kontaktaufnahme bei den zuständigen Behörden war vielfältig. „Es gab genug zu tun“, so Hansen Osmanoglu.

Auf der Generalversammlung wurde ein geplanter Ausflug nach Lübeck im Juni erörtert. Peter Blume, der aus der Hansestadt stammt und seit über 50 Jahren in Tingleff wohnt, hat sich bereit erklärt, den Besuch mitzuplanen. Ob es gelingt, ein Lokal für ein gemeinsames Essen mit an die 40 Teilnehmenden zu finden, ist noch unklar. Interesse an dem Ausflug wurde dennoch bekundet – die Planungen laufen weiter.

Hat ein arbeitsreiches Jahr hinter sich: Familienberaterin Karin Hansen Osmanoglu.

Anklang fand auch ein Vorschlag des neu gewählten Vorstandsmitgliedes Ralf Sehstedt. Selbst passionierter Sänger und in der Gesangsszene vernetzt, regte er dazu an, einen Liedernachmittag zu veranstalten, bei dem man den in Tingleff wohnhaften Chorleiter, Musiker und Sänger Stig Möglich Rasmussen oder andere Expertinnen und Experten für das Anleiten engagieren könnte.

Jahreshauptversammlung in der Cafeteria der Sporthalle: Versammlungsleiter war Hans Friedrich David (stehend).

Ein Vorschlag kam auch vom Vorstand. Dorte Schultz brachte ein Repair-Café ins Spiel. Die Idee: Freiwillige helfen bei Reparaturaufgaben wie Knopf annähen, Reißverschluss reparieren oder Geräte und Inventar in Ordnung bringen. An diesem Modell der gegenseitigen Hilfe wird nun weiter gefeilt.