Ländliche Räume

Baistrup ist mit Unterstützung aus Tingleff „Dorf des Jahres“

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Die Ortsansässigen von Baistrup können sich über eine Auszeichnung freuen.

Die Kommune Apenrade hat das kleine Örtchen Baistrup in die Hall of Fame der Kategorie „Årets landsby“ aufgenommen. Aus der Preisvergabe wurde wieder ein Überraschungsevent gemacht.

Ein Gemeinschaftsessen in der ehemaligen Feuerwache in Baistrup ist immer eine Teilnahme wert, schweißt solch ein Miteinander doch zusammen. Das Essen am Freitagabend sollte sich als besonders reizvoll erweisen, denn es gab einen Überraschungsbesuch von Vertreterinnen und Vertretern der Kommune Apenrade (Aabenraa).

Die Stadtratspolitikerin Dorte Soll (Sozialdemokratie), Vorsitzende des Ausschusses für Planung, Technik und Landdistrikte, und ihr Stellvertreter Kurt Asmussen von der Schleswigschen Partei hatten klammheimlich ihr Erscheinen angekündigt. Zu den wenigen Eingeweihten gehörte Kim Siebert, Vorsitzender des Kulturhauses (ehemalige Feuerwehrwache) und treibende Kraft des Dorffestes und der Ortsgemeinschaft im Allgemeinen.

Überzeugungsarbeit aus Tingleff

Beim Überraschungsbesuch wurde der Titel „Ortschaft des Jahres“ vergeben. Die Verkündung geschah bzw. geschieht fast zeitgleich mit dem Veröffentlichungszeitpunkt dieses Beitrags.

Dass die Baistruperinnen und Baistruper den Titel in diesem Jahr abräumen, haben sie in erster Linie „Tinglev Forum“ zu verdanken, dem Dachverband der Vereine und Institutionen im Ort Tingleff. Der einstige große Bruder und Namensgeber der früheren Kommune Tingleff hatte sich für den Nachbarort starkgemacht und ihn für den Titel vorgeschlagen.

„Baistrup ist eines der kleinsten Dörfer in der Kommune Apenrade, zeichnet sich aber durch ein vielfältiges und aktives Vereinsleben aus. Über viele Jahre haben engagierte örtliche Kräfte einen Zusammenhalt quer durch alle Vereine geschaffen. Es werden Dorffeste veranstaltet, Gemeinschaftsessen, Lottospiel und Weihnachtsbaumfest“, heißt es in der Anpreisung von „Tinglev Forum“.

Neue Nachbarn willkommen

Ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders in Baistrup ist das Ringreiten mit Rahmenprogramm des örtlichen deutschen Ringreitervereins (Archivfoto).

Hervorgehoben wird auch, dass die ehemalige Feuerwehrwache in eine örtliche Versammlungsstätte umfunktioniert und mit freiwilligem Einsatz gepflegt und geführt wird. Mit dem Sportplatz und der dortigen Aktivitätshütte gibt es darüber hinaus einen weiteren Sammlungspunkt.

Die Ortsansässigen seien zudem bemüht, Zuzüglerinnen und Zuzügler – dänische wie auch ausländische – willkommen zu heißen und in die Ortsgemeinschaft zu integrieren, heißt es weiter.

Die Veranstaltungsscheune auf dem Sportplatz ist ein weiteres Plus der Baistruper Ortsgemeinschaft. Das Archivfoto zeigt Jørgen Juhl, der sich viele Jahre für den Erhalt und den Betrieb der kleinen Begegnungsstätte eingesetzt hat.

Die Argumente aus Tingleff überzeugten und brachten nun den Titel ein. An die Auszeichnung ist ein Belohnungsscheck in Höhe von 10.000 Kronen geknüpft, der möglichst der gesamten Ortsgemeinschaft zugutekommen soll. Eine Vorgabe, die in Baistrup eine Selbstverständlichkeit ist.

Seit 2008 zeichnet die Kommune das Dorf des Jahres aus. Mit dem Titel soll das Engagement vor Ort gewürdigt und der ländliche Raum als attraktiver Wohnort hervorgehoben werden. Bollersleben (Bolderslev) hat den Titel bereits zweimal zugesprochen bekommen.
Die bisherigen Preisträger:

2024: Bollersleben
2023: Kollund
2022: Bjerndrup (Behrendorf)
2021: Jordkær (Hjordkær) und Umgebung
2020: Gjenner (Genner) und Umgebung
2019: Norder Hostrup (Nr. Hostrup) und Umgebung
2018: Feldstdt (Felsted)
2016-2017: Renz (Rens)
2015: Bollersleben.

Titelträger davor waren Warnitz-Baurup (Varnæs-Bovrup), Holebüll (Holbøl), Schafhaus (Fårhus), Hellewatt (Hellevad) und Rapstedt (Ravsted).