Infrastruktur

Aarösunder Hafen: Arkil kehrt zurück – Bauabenteuer am Kleinen Belt

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Der Hafen von Aarösund hat unter anderem einen neuen Molenkopf erhalten. Die Arbeiten dort gestalteten sich laut Bauunternehmen schwierig.

Nach 36 Jahren hat das Bauunternehmen Arkil erneut am Aarösunder Hafen Hand angelegt. Gezeiten, der Zahn der Zeit, überraschende Hindernisse und ein Wettlauf gegen die Natur haben das Projekt zu einer echten Herausforderung gemacht.

Arkil hat wieder in Aarösund gebuddelt: Bereits 1988 hat das Unternehmen die alte Industriehafenanlage von Aarösund um eine Marina erweitert. In den vergangenen Monaten hat das Bauunternehmen mit Sitz in Woyens (Vojens) im Auftrag der Kommune Hadersleben (Haderslev) erneut die Ärmel hochgekrempelt. Nun sind die Arbeiten beendet.

Gezeiten als Gegenspieler

Die Natur hat in den vergangenen Jahrzehnten ganze Arbeit geleistet. Das kräftige Tidewasser im Kleinen Belt hat den Meeresboden in der Hafeneinfahrt des kleinen Fischerdorfes Stück für Stück abgetragen. Die Strömung hatte die Spundwand, die den Molenkopf sichern sollte, immer weiter freigelegt.

„In Bezug auf das ursprüngliche Niveau waren dort etwa zwei Meter weniger Meeresboden, um die Spundwand zu halten“, sagt Projektleiter Brian Bay Hermansen.

Beton, Steine und Nervenstärke

Um die Hafeneinfahrt zu retten, hat Arkil eine 500 Quadratmeter große Betonplatte in fünf Meter Tiefe angebracht. Den Molenkopf hat die Baufirma durch einen neuen aus Stein ersetzt.

Doch der Baualltag hatte es in sich: Wo eigentlich eine neue Spundwand entstehen sollte, haben sich große Steine im Meeresboden als Spielverderber erwiesen. Beim Versuch, sie zu entfernen, drohte der Molenkopf abzurutschen.

Statt die Spundwand genau dort einzubauen, wo sie zuerst vorgesehen war, hat das Team einen leicht veränderten Verlauf gewählt, um die Hindernisse im Boden zu umgehen und das Bauwerk zu stabilisieren.

„Wir wissen eigentlich nie genau, was uns erwartet, wenn wir anfangen. Natürlich kann es auch frustrierend sein, wenn wir mittendrin stehen, aber es sind die Herausforderungen, die unsere Arbeit so spannend machen“, so Hermansen.

Damit ist das Bauprojekt, das unter anderem die Erneuerung der Spundwände, die Betonplatte in der Einfahrt und die Sanierung der Molenköpfe umfasste, beendet. Der Hafen steht jetzt wieder zur Verfügung.