Gericht

17. Urteil: Mit 100 durchs Dorf und zehn Streifenwagen im Nacken

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Das Sonderburger Gericht verurteilte am Donnerstag einen jungen Mann.

Lieferwagen geklaut, aufs Gas gedrückt, zehn Streifenwagen am Heck – und das nicht zum ersten Mal. Ein 30-Jähriger aus der Kommune Tondern hat jetzt seine 17. Verurteilung kassiert. Das Gericht in Sonderburg schickt ihn hinter Gitter.

Ein Mann aus Lügumkloster (Løgumkloster) muss für ein Jahr und acht Monate ins Gefängnis. In seinem Sündenregister stehen rasante Fahrten mit Tempo 100 durch Ortschaften – und dies in einem gestohlenen Fahrzeug. Dabei hat der 30-Jährige unter anderem Sommerstedt (Sommersted), Jels, Skodborg und Rødding unsicher gemacht, verfolgt von etwa zehn Polizeiwagen.

Wahnsinn auf Rädern

Wie die Tageszeitung „JydskeVestkysten“ berichtet, fuhr der Mann überdies unter Einfluss von Drogen, ohne Fahrerlaubnis und beging allein 21 Verkehrsverstöße. Dazu gehört, dass er ein anderes Fahrzeug rammte.

Kein Einsehen

Das Sonderburger Gericht verurteilte den Mann zu einem Jahr und acht Monaten Gefängnis. Es ist seine 17. Verurteilung. Frühere Schuldsprüche wirken sich auf das Strafmaß aus, darunter eine Wahnsinnsfahrt in Hadersleben, bei der er einen Polizisten verletzt hatte. Laut Zeitung ist der Mann wieder einmal seinen Führerschein los, diesmal für zehn Jahre.

Eigentlich hätte der Verurteilte 61.000 Kronen an Bußgeldern zahlen müssen. Die Strafe muss er absitzen und spart sich somit die Rechnung.

Das gilt als Wahnsinnsfahrt

Die dänische Gesetzgebung stuft bestimmte besonders gefährliche Verkehrsverstöße als Wahnsinnfahrten ein. Dazu zählen: