AUS DER MINDERHEIT

Nachruf der Förde-Schule auf Thomas Thomsen

Das Foto zeigt Thomas im Jahr 2010, als er bei einem Sommerfest der Förde-Schule mit Kindern geschmiedet hat.

Nachruf: Thomas Thomsen prägte die Förde-Schule mit seiner Hingabe. Er war nicht nur Lehrer, sondern auch Mentor und Freund, schreiben ehemalige Wegbegleitende in ihrem Nachruf. 

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Aus der Minderheit

Dieses ist ein Bericht aus dem Verbands- und Vereinsleben der deutschen Minderheit in Nordschleswig. Es handelt sich nicht um einen Beitrag aus der Redaktion des „Nordschleswigers”.

In großer Trauer denken wir an unseren Kollegen und guten Freund Thomas, der leider viel zu früh verstorben ist.

Thomas wurde im Jahre 2001 ein Teil des Lehrerkollegiums der Förde-Schule. Er wechselte von den Deutschen Schule Hoyer zu uns an die Ostküste, wohin er einige Jahre später auch mit seiner Familie umzog und so in Gravenstein in einem neu erbautem Haus ein neues Zuhause fand. 

Im Lehrerkollegium war Thomas mit seiner eigenen, freundlichen und humorvollen Art ein sehr geschätzter Kollege, mit dem alle gern zusammenarbeiteten, Projekte durchführten und auf Klassenfahrt gingen. 

Zu seinen Schülerinnen und Schülern hatte Thomas ein gutes Verhältnis und war bei sehr vielen Kindern ein beliebter Fach- und Klassenlehrer.

Thomas war gerne Lehrer und gehörte zum „alten Schlag“, der nicht Stunden gezählt und gefragt hat, wo die Aufgaben in seinem Dienstplan verankert seien, sondern für den es wichtig war, dass seine und unsere Schule funktioniert und es den Kinden und Kolleginnen und Kollegen gut ging. Thomas hat auch über seine Pensionierung im Jahr 2020 hinaus den Kontakt zur Schule gehalten. So engagierte er sich z.B. im Vorstand des Fördervereins.

Er war ein offener und an Anderen interessierter Mensch, der in seiner bescheidenen und diskreten Art sehr geschätzt wurde. Er wird uns fehlen.

Volkmar und Hiltrud Koch sowie Niels Westergaard

Oft hat Thomas an der Schule ausgeholfen, z.B. als Vertretung im Fach Werken. In den letzten Jahren bot er zusammen mit seinem Freund Gerd Bargum eine freiwillige Drechsel-AG für Kinder an. 

Das Drechseln war eines von Thomas´ vielen Hobbys, das er zu Hause in seiner Werkstatt betrieb. Er war aktives Mitglied im Werklehrerverein und besuchte Werk- und Drechselkurse, um sich immer weiter zu qualifizieren. Es war schon etwas Besonderes, wenn Thomas ein selbstgefertigtes Werkstück als Geschenk mitbrachte, und viele von uns haben nun kleine Erinnerungsstücke von ihm bei sich zu Hause.

Thomas hatte viele Interessen. Seit vielen Jahren besuchte er Sprachkurse, um Spanisch zu lernen und das nicht nur hier vor Ort, sondern auch direkt in Spanien. Wir hörten von Ferienkursen in Sevilla, Barcelona, Madrid und anderen Städten. Als reiselustiger und an der Welt interessierter Mensch waren ihm Sprachen wichtig. Zu Deutsch, Dänisch und Englisch kam Spanisch dazu. 

Auf einem unserer letzten gemeinsamen Treffen mit Thomas erzählten Pamela und er von den vielen Reisen in alle Welt, die die beiden zusammen erlebt haben. Als Pensionäre entdeckten sie Senioren-Interrail für sich. Auf diese Weise unternahmen sie insbesondere Reisen nach England und Schottland. 

Ein Segler, Tischtennis- und Badminton-Spieler

Seine Freude am Unterwegssein konnte Thomas auch als begeisterter Segler auf regelmäßigen wöchentlichen Regatten und auch auf teilweise längeren Segeltörns ausleben.

Wir, Hiltrud und Volkmar, erinnern einige sehr schöne Segeltouren mit Thomas, wo wir ihn noch näher kennen und schätzen lernten. Die Freude am Segeln hat Thomas auch an seine beiden Söhne weitergegeben. Mit Freude zeigte er Fotos und kleine Filme von seinen beiden Enkelkindern, gerne auch, wenn die Kleinen beim Segeln fotografiert wurden. 

Niels erinnert sich besonders gerne an die gemeinsamen Klassenfahrten, wo wir oft ein Zimmer geteilt haben und dann auch Zeit hatten, Privates auszutauschen. Aber auch das Drechseln hat uns über meinen Sohn Rasmus verbunden.

Thomas pflegte viele Kontakte unter anderem durch seinen Sport. Einmal wöchentlich traf er sich zum Badminton, später – leider nur noch für ein Jahr – auch zum Tischtennis 60+ in der Förde-Schule, wo wir in der Gruppe zusammen mit ihm immer viel Spaß hatten. 

Er war ein offener und an Anderen interessierter Mensch, der in seiner bescheidenen und diskreten Art sehr geschätzt wurde. Er wird uns fehlen. 

Im Namen der Förde-Schule Gravenstein, Volkmar und Hiltrud Koch sowie Niels  Westergaard