Infrastruktur

Weniger Unfälle, aber weiter Handlungsbedarf bei den Landstraßen

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Auf dem Kongevej in Tondern sind insbesondere Gehende und Menschen auf dem Fahrrad unfallgefährdet.

Zwei Tote und zehn Schwerverletzte im Straßenverkehr 2024: Die Kommune Tondern arbeitet weiter konsequent an der Vision von sicheren Straßen. Besonders der ländliche Raum bleibt ein Risiko. Auch in der Wiedaustadt gibt es eine Herausforderung.

„Es ist erfreulich, dass wir auf dem richtigen Weg sind, aber jedes Menschenleben ist eines zu viel“, sagt der Vorsitzende des kommunalen Technischen Ausschusses in Tondern, Poul Erik Kjær (Venstre).

Der Ausschuss hat sich mit dem endgültigen Bericht über Verkehrsunfälle in der Kommune Tondern befasst. 2024 wurden zehn Personen schwer verletzt und zwei Menschen kamen im Straßenverkehr ums Leben.

„Wir haben alle die gemeinsame Aufgabe, uns verantwortungsvoll im Verkehr zu verhalten. Als Kommune müssen wir weiterhin die notwendigen Schritte unternehmen, um unsere Straßen sicherer zu machen“, so der Politiker in einer Pressemitteilung der Kommune.

Kjær betont, dass Zusammenarbeit und Aufklärung entscheidend seien: „Es geht sowohl um die baulichen Verbesserungen im Straßenverkehr als auch um die Zusammenarbeit mit Schulen, Polizei und Vereinen. Wir müssen weiterhin sichtbar, zielgerichtet und bürgernah agieren. Egal ob es um Schulwege, Kampagnen oder Veränderungen an Kreuzungen geht.“

Bisher nicht am Ziel

Nach dem Verkehrssicherheitsplan 2021–2030 sollen 2030 höchstens acht Schwerverletzte im Straßenverkehr zu verzeichnen sein. 2024 waren es zwei Tote und zehn Schwerverletzte, also insgesamt zwölf.

Trotz also weiterhin ernster Zahlen werden diese in der Pressemitteilung als wichtiger Schritt in die richtige Richtung bewertet. Die Kommune Tondern arbeite weiter gezielt daran, die Zahl schwerer Verkehrsunfälle zu senken.

Schwere Unfälle auf Landstraßen

Die meisten schweren Unfälle ereignen sich nach wie vor auf Landstraßen: Zwei Drittel der Schwerverletzten verunglückten 2024 dort. In Ortschaften hingegen traf es ausschließlich schwächere Verkehrsteilnehmende – also Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende.

Vor allem Kreuzungsunfälle im ländlichen Raum waren in der Vergangenheit ein Problem. Der aktuelle Statusbericht zeigt nun, dass gezielte Maßnahmen Wirkung gezeigt haben. Zum ersten Mal seit mehreren Jahren wurde in dieser Kategorie kein „Unfallschwerpunkt“ (eine Strecke mit mehr Unfällen als erwartet) ausgewiesen.

Kreuzung wurde entschärft

Mit dem Bau eines Kreisverkehrs südlich von Bedstedt (Bedsted) wurde in den vergangenen Monaten ein sogenannter schwarzer Fleck (sort plet), wo sich wiederholt Unfälle ereigneten, entschärft.

Der Kongevejin Tondern bleibt jedoch eine Herausforderung. An der Hauptverkehrsader, die sich von der südlichen Stadteinfahrt bis zur Østergade zieht, kam es zu mehreren Unfällen an Kreuzungen und Fußgängerüberwegen. Maßnahmen zur Verbesserung – unter anderem bei der Marieskolen – sind in Arbeit.

Die Endphase des Kongevejs bahnt sich an

Der Kongevej ist über mehrere Jahre in verschiedenen Etappen renoviert worden. Es fehlt noch das letzte Stück von der Bachmannschen Wassermühle bis zur Kreuzung bei Ved Slotsbanken.

Dieses Vorhaben hat auf die vor ein paar Wochen abgeschlossenen Arbeiten an der Schiffbrücke gewartet. Im kommunalen Haushalt für 2026 sind 9,8 Millionen Kronen für den letzten Abschnitt des Kongevejs vorgesehen.

Unfallstatistik in der Kommune Tondern im Jahr 2024