Stadtentwicklung

Keine Luxushäuser am Posekær: Kommune kauft Grund zurück

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Von der Anhöhe aus gibt es einen weiten Blick über die Apenrader Förde (Archivfoto).

Am Posekærvej sollten 39 luxuriöse Einfamilienhäuser in bester Lage entstehen. Jetzt machte der Investor einen Rückzieher – fast fünf Jahre nach dem Kauf. Was mit dem Grundstück jetzt passiert, entscheidet der Stadtrat.

Eigentlich sollte auf dem 19.000 Quadratmeter großen Grundstück in Apenrade ein ganz neues Wohngebiet entstehen. Wo früher die Fjordskole stand, plante der Investor W1 insgesamt 39 Einfamilienhäuser. Doch daraus wird nichts: Die Kommune hat das Gelände am Posekærvej jetzt zurückgekauft.

„Der Investor hat uns darum gebeten“, sagt Ditte Lundgaard Jakobsen, Direktorin der Abteilung Planung, Technik und Umwelt.

Probleme mit dem Gelände

Das Bildschirmfoto zeigt das 19.000 Quadratmeter große Grundstück am Posekærvej. Auf der hellen Fläche stand bis 2023 die Fjordskole.

Der Grund für das Scheitern: Der Baugrund machte dem Projekt einen Strich durch die Rechnung. „Das Gelände ist abschüssig – offenbar hatte der Investor das bei der Planung nicht berücksichtigt“, so Lundgaard Jakobsen. Im März hatte W1 noch eine Fristverlängerung beantragt – und bekommen. Geholfen hat das am Ende nicht.

Kein finanzieller Verlust

Für die Kommune ist der Rückkauf kein Minusgeschäft. „Wir gehen davon aus, dass wir bei einem neuen Verkauf rund 10,4 Millionen Kronen erzielen können“, sagt die PTM-Direktorin. Zum Vergleich: Der ursprüngliche Kaufpreis lag bei 11 Millionen Kronen.

Was passiert mit dem Grundstück?

Ditte Lundgaard Jakobsen, Direktorin für Planung, Technik und Umwelt

„Das ist eine politische Entscheidung“, so Ditte Lundgaard Jakobsen. Der Flächennutzungsplan sei so ausgearbeitet, dass dort Wohnhäuser gebaut werden können. „Doch was jetzt (im Stadtrat; Anm. d. Red.) entschieden wird, kann nicht vorhergesagt werden“, so die Abteilungsdirektorin.

Neue Möglichkeiten stehen offen

Es besteht also die Möglichkeit, dass dort Wohnungen statt Luxushäuser gebaut werden könnten. „Aber diese Entscheidung muss erst noch im Plenum getroffen werden.“ Falls ein neuer Nutzungsplan erstellt wird, folgt eine erneute Anhörungsphase, in der die Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Bedenken wieder vorbringen können.