Baukultur

Historisches Stadthaus mit Zukunft: Familie aus Tondern gewinnt Gebäudepreis

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Katrine und Esben Thøstesen freuen sich über den Gebäudepreis.

Mit Liebe zum Detail haben Katrine und Esben Thøstesen ein 250 Jahre altes Stadthaus in Tondern saniert – und wurden dafür nun von der Kommune Tondern geehrt. Die Gebäudepreise 2024 würdigen baukulturelle Projekte, die das Ortsbild prägen und Geschichte lebendig halten – von der Altstadtsanierung bis zum modernen Freizeitbau.

„Das war eine schöne Überraschung und nichts, auf das wir gezielt hingearbeitet haben“, sagt Esben Thøstesen. Er und seine Frau Katrine gehören zu den Menschen, deren Gebäude von kommunaler Hand ausgezeichnet wurden.

Die Kommune Tondern vergab vor Pfingsten in drei verschiedenen Kategorien die Gebäudepreise für das Jahr 2024. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Kommune das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern sowie Gewerbetreibenden und Vereinen, die sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung von Bauwerken einsetzen. In den Fokus rücken Gebäude, die das lokale Umfeld sowie die regionale Baukultur stärken.

Katrine und Esben Thøstesen und ihre drei Kinder übernahmen zum Jahresanfang 2022 das nun 250 Jahre alte Stadthaus an der Søndergade 1 in Tondern, in deren Renovierung sie draußen wie drinnen viel Arbeit gesteckt haben. „Wir fassen den Preis als Anerkennung und Schulterklopfen dafür auf, dass wir die richtigen Beschlüsse getroffen haben, um das alte Stadthaus zu retten“, sagt der dreifache Vater.

Alte Wandmalerei wurde erhalten

Die Familie Thøstesen wohnt in einem Haus mit Geschichte, da das Gebäude unweit des Marktes 1775 errichtet wurde.

Die Vergabe läuft in Regie des kommunalen Technischen Ausschusses. Gab es den Preis auch für das Äußere des Gebäudes in der Kategorie Baukultur, so überzeugten die Politiker sich bei dem Ortstermin davon, dass auch das Innere mit Respekt vor der Geschichte ein Update bekommen hat. Thøstesen erläutert, dass zum Beispiel in einem Raum im Parterre eine Wandmalerei aus dem 17. Jahrhundert erhalten worden ist.

Das Gebäude aus dem Jahr 1775 liegt zentral in der Nähe des Marktes und wurde behutsam saniert. Fassaden, Fenster und Türen wurden instand gesetzt, der Innenhof erhielt einen neuen Belag. Die Jury hebt bei der Sanierung die historischen Qualitäten des Hauses hervor, die den Gesamteindruck des Eingangs zur Søndergade stärken. Die Immobilie gilt als ein bedeutender Teil des baukulturellen Erbes der Stadt. Die Maßnahme wurde im Rahmen der Stadterneuerung unterstützt.

Die Bäckerei erhielt eine Schönheitsoperation

In Hoyer wurde die Bäckerei von Per Snitgaard mit dem Gebäudepreis ausgezeichnet.

Die Tournee des Gremiums ging außerdem nach Hoyer (Højer). Dort war die Bäckerei von Per Snitgaard in der Storegade 20 die Anlaufstelle. Snitgaard hat das Gebäude aus dem Jahr 1900 umfassend an der Fassade und im Geschäft renoviert. Es ist mit dem Nachbarhaus verbunden und präsemtiert sich nun mit einer harmonischen Fassadengestaltung und angepassten Schaufenstern, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.

Die Renovierung wirkt sich positiv auf das Gesamtbild der Straße aus und trägt zur optischen Rahmung des grünen Bereichs zwischen der „Staklade“ und der Søndergade bei, schreibt die Jury. Das Projekt wurde durch den „Højer Byfond“ gefördert.

Bau für spielenden Nachwuchs geehrt

Das 125 Jahre alte Gebäude ist umfassend renoviert worden.

Als Gewerbebau wurde der Neubau im Zusammenhang mit dem Freizeitcenter in Scherrebek (Skærbæk) ausgezeichnet. Das Skærbækcenter wurde um ein neues Spieleland im südlichen Bereich erweitert.

Der Neubau zeichnet sich durch holzverkleidete Giebel, langgestreckte, liegende Fenster und Sonnenschutzlamellen aus, die der Fassade Charakter verleihen. Das neue Gebäude bildet einen gelungenen Abschluss des südlichen Teils des Zentrums und fügt sich harmonisch in die Umgebung mit den angrenzenden Sportplätzen entlang des Termevej ein, wie die Jury betont.

Der Freizeitbau mit dem holzverkleideten Giebel und den langgestreckten, liegenden Fenstern in Angliederung an das Freizeitcenter in Scherrebek

Die Gebäudepreise

• Jährlich werden Preise in folgenden drei Kategorien vergeben:
• Kulturerbe
• Bauwerke (Renovierung und Neubau)
• Gewerbebauten
• Jeder Preis ist mit einem Geldbetrag von 5.000 Kronen dotiert und umfasst eine Plakette zur Anbringung am ausgezeichneten Gebäude.