Gesundheit und Pflege

Ein Gewinn für alle: Mehr Lebensqualität durch gezielte Heimhilfe

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Durch gezielte Hilfe sollen die Bürgerinnen und Bürger mobiler werden (Symbolfoto).

Es war ein erfolgreicher Versuch: Den Mitarbeitenden der Heimhilfe ist eine Therapeutin oder ein Therapeut zur Seite gestellt worden. Dadurch konnten die Bürgerinnen und Bürger schneller mobil und somit selbstständiger werden. Jetzt hat der zuständige Kommunalausschuss beschlossen, diese Initiative für alle einzuführen.

Aufstehen fällt Hannelore Schmidt aus Apenrade immer leichter. Die 73-Jährige war nach einem Sturz zur Behandlung ins Krankenhaus gekommen. Eine Operation war notwendig. Dann ist sie nach Hause entlassen worden. Sie musste jedoch das Bett hüten, weil sie nach der OP nur schlecht laufen konnte. Die Heimhilfe der Kommune hat dann die Versorgung übernommen.

Durch Profi-Hilfe schneller mobil geworden

Ein Versuchsprojekt der kommunalen Heimpflege hat ihr geholfen, schnell wieder mobil zu werden. Die Krankenschwestern der Heimhilfe wurden dabei unterstützt: Ergo- und Physiotherapeutinnen und -therapeuten nahmen an den fachübergreifenden Personalsitzungen teil und konnten mit gezielten individuellen Ratschlägen für jede Patientin und jeden Patienten helfen.

So wurde auch Hannelore schnell wieder so fit, dass sie aus dem Bett aufstehen und sich selbst Essen machen konnte – und sogar kleine Gänge zum Kaufmann funktionierten wieder.

Versuch wird zur Dauerlösung

Der Versuch bei der Apenrader Heimhilfe hat sich als Erfolg herausgestellt. Deshalb hat der Sozial- und Seniorenausschuss des Stadtrates beschlossen, alle Bürgerinnen und Bürger, die sich in einer solchen oder ähnlichen Situation wie Hannelore Schmidt befinden, durch gezielte therapeutische Hilfe dabei zu unterstützen, schnell wieder fit zu werden.

Plus für die Lebensqualität, minus bei den Kosten

So wird die Lebensqualität der Menschen angehoben, zeigt eine Evaluation. Überdies spart es Geld, denn die Heimhilfe muss nicht mehr so häufig kommen, um die Leute in ihrem Alltag zu unterstützen.

Die Ausschussmitglieder haben jüngst zwei Millionen Kronen für das Jahr 2025 bereitgestellt, damit das Heimhilfe-Personal jede Woche von Ergo- und Physiotherapeutinnen und -therapeuten unterstützt werden kann. Das Geld ist gut ausgegeben, denn dadurch wird das kommunale Heimhilfe-Konto um 3,37 Millionen Kronen entlastet, haben Berechnungen der Kommunalverwaltung gezeigt.

Ab dem 1. Januar 2025 tritt die neue Zuschussordnung in Kraft.