Kommunalpolitik

Beleuchtung von Schloss Sonderburg: Das will die Kommune

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An diesen beiden Seiten des Schlosses ist es im Winterhalbjahr in den Abendstunden für Spaziergängerinnen und Spaziergänger dunkel, hier wünscht sich die Kommune eine Beleuchtung der Pfade.

Wann kommt endlich die Beleuchtung der Spazierpfade rund um das Sonderburger Schloss? Mit diesem Thema beschäftigt sich die Stadtratspolitik aktuell. Warum die Wünsche der Kommune bislang nicht umgesetzt werden konnten und wie es jetzt weitergeht.

Ein im Dunkeln gut ausgeleuchtetes Schloss Sonderburg, das wünscht sich die Kommunalpolitik seit Jahren. Doch die Umsetzung des Beleuchtungsplans ist schwierig, die für das Schloss zuständige Behörde hat die Pläne der Kommune bislang ausgebremst.

Jetzt steht das Vorhaben erneut auf der kommunalpolitischen Tagesordnung. Das Ziel: Die Phase zwei des Beleuchtungsprojekts soll endlich umgesetzt werden.

Seit Februar 2022 darf das Schloss an ganz bestimmten Tagen an zwei Flügeln beleuchtet werden. Das hatte die Schloss- und Kulturbehörde nach jahrelangen Verhandlungen genehmigt.

Das Geld für Phase 2 steht bereits bereit

Das Schloss darf seitdem am Ost- und Nordflügel im Dezember, in den Winter- und Herbstferien sowie an acht von der Kommune gewählten Tagen angestrahlt werden. Beginn der Beleuchtung ist 15 Minuten vor Sonnenuntergang, um Mitternacht geht das Licht wieder aus.

Doch die Kommune Sonderburg wünscht sich, auch den Spazierpfad hinter dem Schloss auszuleuchten und die Beleuchtung nicht auf wenige Tage im Jahr zu begrenzen. Für diese Phase 2 des Schlossbeleuchtungsprojekts hat die Kommune bereits rund 500.000 Kronen abgesetzt, und auch das Museum Sønderjylland, das im Schloss Ausstellungen unterhält, hat 130.000 Kronen zur Umsetzung beigesteuert.

Jetzt ist der Plan, erneut den Dialog mit der Behörde zu suchen, um die Pläne umzusetzen.

Stadtratspolitikerin Christel Leiendecker (Schleswigsche Partei) sagt als Vorsitzende des zuständigen Ausschusses für Kultur, Sport und Bürgerbeteiligung: „Jetzt, gerade im Winter, ist der Pfad entlang des Wassers dunkel, um nicht zu sagen zappenduster. Nach all den Jahren ist es höchste Zeit, dass wir die Beleuchtung fertigstellen und eine realistische Lösung finden, die Sicherheit, Geborgenheit und Stimmung schafft.“

Das Sonderburger Schloss wird seit 2022 an bestimmten Tagen nach Einbruch der Dunkelheit beleuchtet.

„Die funktionelle Beleuchtung fehlt weiterhin“

Die Kommune sollte erneut einen Vorschlag für das Beleuchtungsprojekt einreichen, sagt die Stadtratspolitikerin. Darüber sei sich der gesamte Ausschuss einig. „Mit der Fassadenbeleuchtung im Norden und Osten ist der erste Teil des Projektes durchgeführt, aber die funktionelle Beleuchtung auf den Pfaden rund um das Schloss fehlt weiterhin. Das müssen wir ändern.“

Die strengen Bestimmungen zum Denkmalschutz hätten den Prozess erschwert, sagt Leiendecker. „Aber ich hoffe jetzt auf eine Lösung, damit eine Balance zwischen dem Kulturerbe und der Stadtentwicklung gelingt.“

Das Sonderburger Kommunalparlament hat sich auf der Sitzung am Mittwoch dafür entschieden, neue Pläne für Phase zwei zu erarbeiten und den Dialog mit der Schlossbehörde erneut zu suchen.